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„AMI GO HOME“ – Teil 4 

 4. November 2020

von  Matthias Matussek

IV Deutsch-amerikanische Freundschaft

Ami go Home?

Nein, wir Deutschen haben Glück gehabt und in den Amerikanern die großmütigsten Freunde gefunden, die man sich nur vorstellen kann. Und wenn nun die linke Schuldfraktion der Demokraten in den Staaten im Fall ihrer Machtergreifung daran geht, erneut den Israel-Vernichtern des Iran und dem chinesischen Hegemon die Hand entgegenzustrecken, und wenn sie darüber hinaus wie bei uns – Merkel ist ihr Idol – die Grenzen öffnen und die Mühseligen der Welt einladen, wird es die USA, wie ich sie kannte, nicht mehr geben.

 Da ich in meinen Träumen mein ganzes Leben in den USA verbracht habe, über die Musik, die Kinofilme, die Literatur – also nicht erst seit 1992, als ich für ein paar Jahre nach New York gezogen war – habe ich den deutschen Antiamerikanismus immer als persönliche Beleidigung empfunden. Ich liebte das Land und alles, was von dort kam.

Grundsätzlicher: ich erlebte Amerika-Kritik als Beleidigung des gesunden Menschenverstandes, als Demokratiefehler, und mein Sohn erst recht, denn der ist in New York zur Welt gekommen, also waschechter Ami.

Wir begreifen den hochmütigen Blick, der auf die amerikanischen Hinterwäldler geworfen wird –  die ja merkwürdigerweise die Nobelpreise in Physik, Chemie, Medizin in Serie abräumen – nur als Ausdruck einer verschmockten Kulturauffassung, die allenfalls die Franzosen mit uns teilen, die zwar die amerikanischen Gangsterfilme kultisch verehren, deren Begeisterung indes Gauloise-paffend über eine snobistische und ironische Allüre (Godards „Außer Atem“) nie hinausreichte.

Eine jüngste Umfrage unter den Deutschen hat mich nicht nur bestürzt, sondern pulverisiert: nach der sind 41 Prozent der Meinung, dass Donald Trump ein größeres Risiko für den Weltfrieden sei, als der doch recht aggressiv herumfuhrwerkende und die asiatische Welt als seinen Hinterhof betrachtende Chef der chinesischen KP, Chi, der sich jüngst auf Lebenszeit hat wählen lassen.

Um kurz in den verzweifelten Ironie-Modus zu wechseln: Offenbar lieben wir Deutschen Führer mit grenzenlosen Vollmachten, wir mögen sie irgendwie, ganz im Gegensatz zu diesen US-Hallodris, die uns einst diese merkwürdige Demokratie übergestülpt haben, wo jeder sagen kann, was er will. Nun gut, sie hatten Kaugummis und Zigaretten dabei, das entschuldigte manche Schwäche, und die eine oder andere Jazz- oder Blues-Platte, und später Elvis.

Als durchaus hinterhältig darf man die Art und Weise  ansehen, mit der gerade unsere Jugend zum American Way of Life verführt wird, obwohl sie die USA nicht ausstehenden kann, denn selbst die Kritik an ihr kommt einfach verdammt cool und sexy rüber. Die vor allem.

Es begann ja schon mit Peter Fonda und Dennis Hopper in “Easy Rider“, beide auf Motorrädern, Fonda mit riesiger Vordergabel an seiner Harley Davidson, auf dem Helm des Star-Spangled-Banner, ein Major-Kokain-Deal und dazu John McKays „Born to be wild“, bamm bamm bamm “Get your motor runnin’/Head out on the highway/ Lookin‘ for adventure/And whatever comes our way…”

 Ja, genau der Steppenwolf von Hermann Hesse stand Pate beim Namen der Band, Steppenwolf Harry Haller, der davon träumt, Kaufhäuser niederzubrennen, die Lieblingslektüre von Ulrike Meinhof, er hat schließlich die US-Counterculture befruchtet, der Pietist aus Calw als Anarchist.

Der Archetyp der amerikanischen Literatur ist ohnehin der Außenseiter, der Einsame, dessen Seele, wie D.H.Lawrence sagte, immer noch nicht geschmolzen ist, all die Revolverhelden und wortkargen Djangos, aber auch Verlorene wie Huckleberry Finn, der mit dem „Nigger“ Jim den Mississippi hinuntertreibt oder wie Henry Thoreau, der am Walden Pond die totale Freiheit in der Wildnis feierte, jenseits der Zivilisation, ein Idol der Unabomber und Militias, ein Steuerverweigerer aus Prinzip, mehrmals im Gefängnis deswegen, der Staat soll sich raushalten, allerdings war seine berühmte Hütte im Wald, davon konnte ich mich überzeugen, nur einen zweistündigen Fußmarsch entfernt von Ralph Waldo Emersons Haus mit seiner Teegesellschaft.

Und die Literatur!

Was brauchtest du Wondratscheks gefährliches Nachräuspern mit den Gedichten aus „Früher begann der Tag mit einer Schusswunde“, wenn du Ginsbergs „Howl“ haben konntest oder „Naked Lunch“ von William Burroughs. Oder warum Bernward Vespers „Reise“, wenn der gewaltige Amerika-Trip „On the road“ von Jack Kerouac zu haben war.

Und all diese Beatpoeten, die Verstoßenen, sie liebten jeden inch ihres verdammten und tragisch verstrickten Landes.

Und sie liebten die Deutschen, Emerson las alles von Goethe, dessen er habhaft werden konnte, und das im Original, daneben Schlegel, Lavater, Fichte, Herder, Humboldt, die philosophisch-literarische Explosion der deutschen Geistesgeschichte um 1800 wurde auch jenseits des Atlantiks rezipiert.

Nun sollte man umgekehrt mal das Experiment wagen, und deutsche Intellektuelle fragen, wie sie die Ostküsten-Transzendentalisten um Emerson goutierten oder den zivilen Ungehorsam, wie ihn Henry Thoreau propagierte, oder warum verdammt noch mal, die Ehrfurcht vor den amerikanischen Errungenschaften, zu denen die Demokratie eindeutig zu zählen ist, bei uns so unterentwickelt bleibt, dass knapp die Hälfte aller bei uns Befragen den Diktator der chinesischen KP einem demokratischen gewählten amerikanischen Präsidenten vorziehen.

Woher kommt dieser Antiamerikanismus? Wie sagte der enttäuschte Luftbrückenveteran, dem die linksgrünen Behörden in Berlin Landeerlaubnis verweigert wurde?  Nie wieder? Aber er ist natürlich nicht der einzige, der sich schwört, nie wieder einen Fuß nach Berlin zu setzen. Warum sollte man sich auch diesem Sumpffieber-Gebiet mit seinen wilden Stämmen freiwillig aussetzen? Diesem runtergeranzten endlos zerfasernden Gebilde, über das ein SPD-Bürgermeister einst in höchster Not pathetisch ausrief: „Völker der Welt, schaut auf diese Stadt“ und damit natürlich auch die Amerikaner meinte!

Aber wer will da heutzutage schon hin? Denkbar wäre vielleicht ein amerikanischer Evangelist und todesmutiger Entwicklungshelfer, der die Kampfbereiten Klimakrieger und „Extinction“ Rebellen, also diese nur mit Lappen bekleideten Eingeborenen, mit Jesus Christus bekannt machen möchte, bevor sie ihn mit dem sattsam bekannten Geheul “Ami Go Home“ vor irgendeiner Burger-King-Filiale kaputttreten.

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