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ARD-Talkerin Anne Will nervt mit dem „Genderloch“ 

 6. Juni 2020

von  Thomas Paulwitz

Das Genderloch – haben Sie es auch schon gehört? Nein? Dann hören Sie wohl keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dort breiten sich die Genderlöcher immer weiter aus und fressen sich in die deutsche Sprache. Vorläufiger Höhepunkt – nein Tiefpunkt – war der Auftritt von Anne Will in ihrer ARD-Sendung am vergangenen Sonntag. Da begrüßte sie alle ihre Gäste der Reihe nach; wir kennen sie ja, die üblichen linientreuen und regierungsnahen Politiker.

Den wichtigsten Gast hob sich Anne Will aber für das Ende auf, um ein Exempel zu statuieren: „… und der Präsident des Bundes der Steuerzahler – innen, Reiner Holznagel, herzlich willkommen!“ Und um klarzustellen, absichtlich gestottert zu haben, legte Will nach: „Da staunen Sie, was? Dass ich ‚die Steuerzahler – innen‘ sage. Ich weiß gar nicht, ob sie den Verband so nennen schon inzwischen?“

Der bereits bei der Begrüßung als potentieller Frauenhasser angegriffene Holznagel entgegnete abgeklärt: „Nein, Steuern zahlen müssen alle, insofern sind auch alle angesprochen. Das ist völlig in Ordnung so.“ Jeder halbwegs gebildete Mensch kann das grammatische Geschlecht vom biologischen Geschlecht unterscheiden. Er weiß: „das Mädchen“ ist keine Sache, „der Mensch“ kann eine Frau sein und „die Waise“ ein Junge.

Ideologisch verblendete Zeitgenossen leugnen solche Unterschiede. Mit Hilfe von Staat und Verwaltung, von pseudoakademischen Genderprofessorinnen, profilierungssüchtigen Bürgermeistern und unterbeschäftigten Frauenbeauftragten setzen sie den Genderstern durch. In diesem wollen sie sämtliche 3.189 Geschlechter – oder noch mehr, die Zahl steigt von Tag zu Tag – abgebildet sehen. [Hinweis für die lieben Mitleser vom dpa-Faktencheck: Diese Zahl war eine stilistische Übertreibung. Viele Grüße von TP] So begegnen uns in amtlichen Texten immer mehr „Bürger*innen“, „Schüler*innen“ und eben auch „Steuerzahler*innen“.

Doch es gibt ein Problem: Der Genderstern läßt sich nicht aussprechen. Deswegen haben die Genderideologen das Genderloch erfunden. Natürlich nennen sie es nicht so. Die Stadt Hannover etwa weist ihre Mitarbeiter an: „Beim Vorlesen wird der Gender Star durch eine kurze Atempause gekennzeichnet.“ Während Anne Will Gästen gern ins Wort fällt, die nicht linientreu sind, läßt sie sich Zeit für eine demonstrative Atempause: „Bund der Steuerzahler – innen.“

Derart angespornt, wollte sich im weiteren Verlauf der Gesprächssendung auch die Obergrüne Annalena Baerbock nicht lumpen lassen, verstolperte sich aber dabei und fiel ins Genderloch: „Bund der Steuer – innen – Zahler“. Wer andern eine Grube gräbt … Ob Anne Will allerdings jetzt „Mitglieder – innen“ statt „Mitglieder und Mitgliederinnen“, wie sie sich noch 2018 tatsächlich vernehmen ließ, blieb in der Sendung vom Sonntag offen.

Nun könnten wir uns auf das Spotten beschränken, wenn hinter den verbalen Aussetzern Anne Wills nicht ein politisches Programm stünde. Ein Sendersprecher erklärte nämlich gegenüber der BILD-Zeitung: „Anne Will gendert seit langem konsequent. Sie hat mit ihrem Sprachgebrauch zwei Tage vor dem bundesweiten Diversity-Tag ein Signal gesetzt und damit – wie die zahlreichen Reaktionen zeigen – eine wichtige Diskussion angestoßen.“

Für rund zwei Drittel der Bürger ist die geschlechterbetonte Sprache unwichtig, wie im November eine repräsentative INSA-Befragung im Auftrag der „Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache“ ergab. Doch die Mehrheitsmeinung ist den Verantwortlichen in den Öffentlich-Rechtlichen wieder einmal gleichgültig. Sie werfen Klarheit, Verständlichkeit und Bürgernähe ins Genderloch.

Statt dessen geht es ihnen um Volksbelehrung und Volkserziehung. Das Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich einer linientreuen Sprechweise zu unterwerfen. Wer nicht mitmacht, gilt dann als Sexist, Rechtspopulist oder – wie es derzeit wohl offiziell heißt – Verschwörungstheoretiker. Das soll die eigene Machtgrundlage festigen. Wir Bürger (männliche und weibliche) werden uns das aber nicht gefallen lassen. Mit Verlaub, Frau Will: Genderlöcher? Nein danke!

Von Thomas Paulwitz


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