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Das Grauen der Massentierhaltung! 

 8. Mai 2021

von  Daniel Matissek

Nach dem Großbrand mit 55.000 toten Schweinen Anfang April fordern Tierschützer endlich ein Umdenken in der Massentierhaltung

Anfang April verbrannten beim Großbrand einer Schweinezuchtanlage im mecklenburg-vorpommerschen Alt Tellin, Kreis Vorpommern-Greifswald, 50.000 Ferkel sowie 5.000 Säue und Alttiere jämmerlich. Im täglichen Pandemie-Wahnsinn und einer aufs Thema Corona dauerfixierten Großnachrichtenlage geriet diese Nachricht seinerzeit zur Randnotiz – und das, obwohl es sich hierbei um ein veritables Massensterben von schockierenden Ausmaßen handelte. Doch es waren eben „nur“ Nutztiere, die da ihr Leben ließen und die ja sowieso früher oder später dran glauben mussten – und ob im Schlachthaus oder bei einem Unfall, das spielt für viele zynische Zeitgenossen keine Rolle. Die öffentliche Wertbeimessung ist bei Tierleben, allen Tierschutzbemühungen zum Trotz, nach wie vor fragwürdig.

Ein diese Woche von der Soko Tierschutz veröffentlichtes Video eines Drohnenüberflugs über die ausgebrannte Anlage zeigt das ganze Ausmaß der Verwüstungen – und lässt das Grauen erahnen, das den hilflosen, in ihren Stallungen und Boxen dem tobenden Großbrand wehrlos ausgelieferten Tieren zum Verhängnis wurde. Bei lebendigem Leibe, ohne jede Hilfe und irgendeine Chance auf Flucht (nur 1.300 Tieren gelang der Ausbruch!) verbrannten die unter unerträglichen Bedingungen gehaltenen Schweine – ein Schaden, der sich nicht nur in den materiellen Millionenverlusten ablesen lässt, sondern vor allem auch an der Höhe der moralischen Schuld, die eine Gesellschaft als Ganzes durch derartige Haltungsbedingungen auf sich lädt.

Tatsächlich nämlich war dies eine Katastrophe mit Ansage: Seit langem warnen Tierrechtsorganisationen, darunter auch die Soko Tierschutz, vor untragbaren Zuständen der industriellen Massentierhaltung, wie sie außer in der Geflügelzucht vor allem in der Schweinemast zu Tage treten. Als der Alt Telliner Betrieb vor 10 Jahren neu errichtet wurde, warnten Tierschützer bereits vor fatalen Folgen im Falle eines Großbrandes: Bauliche Gegebenheiten und die Konzeption der Stallungen ließen absehbar kaum die Möglichkeit einer rechtzeitigen Evakuierung von Zehntausenden Muttertieren und Ferkeln zu. Genau diese Befürchtungen bestätigten sich nun letzten Monat. Entsprechend groß ist die Empörung und Verbitterung seitens der Tierschutzaktivisten, die schon kurz nach dem Brand auf einer Demonstration vor Ort mit Parolen wie „Wir haben es satt. Stoppt Tierfabriken!“ die Missstände der Massentierhaltung abermals anprangerten.

Details der Anlage, die sich sogar auf den von der Soko Tierschutz veröffentlichten Videoaufnahmen der rauchenden Ruinen erkennen lassen, zeigen die viel zu engen Schweineboxen und schmalen Verbindungsstege der Anlagen. Insgesamt bestand der Betrieb – laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks – aus 18 in Leichtbauweise konstruierten Ställen, die miteinander verbunden waren und für die insgesamt nur ein einziger Ausgang existierte; viel zu wenig, um im Notfall eine Rettung der Tiere zu ermöglichen. Auch die örtliche Feuerwehr bestätigte nach dem Großfeuer die buchstäblich brandgefährliche Enge der Stallungen: Von außen sei das Übergreifen der Flammen zwischen den Bauten gar nicht zu stoppen gewesen. Deshalb musste sie auch frühzeitig den ansonsten lebensgefährlichen Versuch abbrechen, die Flammen von innen zu löschen. Die Anlage brannte vollständig aus.

Nun stehen außer dem Betreiber – gegen den zwischenzeitlich Anzeige erstattet wurde – auch die verantwortlichen Genehmigungsbehörden sowie die Landesregierung am Pranger. Neben der Soko Tierschutz erhebt auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) schwere Vorwürfe und wirft der Politik vor, Großanlagen dieser Art in der Vergangenheit nicht verhindert zu haben. Der zuständige Schweriner Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich zwar „bestürzt“ und bezeichnete den Brand in der Schweinezuchtanlage als „Tragödie“, versuchte sich jedoch sogleich wieder aus der Verantwortung zu stehlen: Solche Anlagen seien eben „schwer zu beherrschen“. Eine faule Ausrede: Seit langem schon fordern Tierschützer, bei der Planung derartiger Mastanlagen auf kleinere Einheiten zu setzen. Die sind den Betreibern und der Tierhaltungslobby allerdings nicht profitabel genug. Bis heute gibt es, anders als beim Brandschutz menschlicher Bewohner im Baurecht, keine vergleichbaren Vorgaben für Großstallungen. Die Landwirtschaftslobby hat hier ganze Arbeit geleistet. Den Preis des Gewinnstrebens zahlen am Ende Millionen gequälter und unter unwürdigen Bedingungen eingepferchter Tiere.

Von Daniel Matissek

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