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Dass die EU unter dem Etikett “Menschenrechte” den Ungarn einheizt, weil die keine Unterrichtspropaganda für Geschlechtsumwandlungen zulassen wollen, aber völlig vertrottelt zuschaut, wie in Kabul ein paar tausend islamistische Gottes-Krieger die westlichen Truppen über den Haufen rennen und die Sharia einführen, die vorsieht, dass Schwule an Kränen aufgeknüpft und untreue Frauen gesteinigt werden, zeigt, dass Werte wohl Auffassungssache sind.

Ihr Export in andere Kulturkreise als unsere eigenen kann durchaus scheitern. Was wir vollmundig zu Menschenrechten erklären, verstößt in anderen Sittengemeinschaften gegen Anstand und Würde, und oft sind diese Bindungen hartnäckiger als unsere westlichen, die in der christlichen Tradition wurzeln und einen langen Prozess der Aufklärung durchlaufen haben.

Zwanzig Jahre lang hat eine Koalition der Willigen unter Führung der USA und Beihilfe der Deutschen versucht, Demokratie und Menschenrechte in der rauen Stammesgesellschaft Afghanistans zu etablieren, nur um zu erleben, wie die Schützlinge der westlichen Besatzer nach deren Abzug ihr Land in nur Tagen den bewaffneten Fanatikerin überließen. Schien nicht erfolgreich gewesen zu sein, die westliche Umerziehung oder, um es mit einer Pentagonformel zu benennen: das Nation Building.

Die westliche Arroganz hat schon in der sogenannten “Arabellion” Verheerungen angerichtet– in Ägypten hatte sich die finstere Muslimbruderschaft an die Macht wählen lassen, der Sturz Gaddafis hat einen failed State Libyen hinterlassen und fast hätten die blauäugig wohlmeinenden Westler in Syrien die als Opposition getarnte IS den Diktator Assad stürzen lassen und den Islamisten den Durchmarsch zum Mittelmeer ermöglicht.

Die Lehre: „Humanitäre“ Interventionen von außen, besonders wenn sie mit Waffengewalt unternommen werden, funktionieren nicht, denn sie können den Überlebenswillen und den religiösen Furor der Gegenseite nicht ersetzen.

Ich schreibe diese Zeilen aus Kroatien, dessen Küstenjuwel Dubrovnik vor 30 Jahren von den Serben zerbombt wurde. Start für einen Bruderkrieg von zwei im sozialistischen Jugoslawien zusammengeschlossen Bundesstaaten, beide durch religiöse Bekenntnisse getrennt – orthodoxe Serben gegen katholische Kroaten. Vor zwei Wochen wurde hier der “Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit” gefeiert, das Ende eines innerstaatlichen und weitgehend sinnlosen Abschlachtens entlang ethnischer und religiöser Grenzverläufe. Meist stand die UNO mit ihren Beschlüssen und Resolutionen hilflos an der Seitenlinie und konnte das größte Verbrechen des Krieges– die systematische Ermordung von 8000 Bosniaken in Srebrenice – nicht verhindern.

Die Lehre: Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass Unrecht geschieht, und moistens vergrößern wir es, wenn wir uns– besonders wir im Westen – einmischen.

Doch zurück zur aktuellen Lage in Afghanistan. Hier zeigte sich einmal mehr, wie durchdacht die  Außenpolitik des vielgeschmähten Donald Trump tatsächlich war, und wie stümperhaft sein offensichtlich nervenschwächerer Nachfolger im Amt den lang ersehnten und vorsichtig kalibrierten Rückzug überstürzte.

Die Operation„Enduring Freedom“, in Gang gesetzt unter Präsident Georg Bush als Strafaktion nach dem Terrorakt gegen das World Trade Center am 9.September 2001, unter anderem in der Hoffnung, den in Afghanistan vermuteten Terrorfürsten Osama Bin Laden zu ergreifen, ist der längste Krieg der USA. Und er endet mit  einer vergleichbar schmählichen Niederlage wie in Vietnam, einem vergleichbar schändlichen Rückzug.

Auch die deutsche Seite hat in diesen letzten Tagen kläglich versagt. Offenbar hatte der stellvertretende deutsche Botschafter schon vor Tagen auf die sich zuspitzende Lage in Kabul hingewiesen. Allerdings gab es in dieser in Sommerlaune und Wahlkampf sich auflösenden dysfunktionalen Regierung keinen ernsthaften Abnehmer für diese Warnungen. Außenminister Heiko Maas ließ vor gerade zwei Monaten im Bundestag verlauten, er glaube nicht an einen Sieg der Taliban in nur wenigen Wochen und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer dürfte froh sein, dass ihre amerikanischen Kollegen geholfen haben zumindest das deutsche Botschaftspersonal auszufliegen. Kanzlerin Merkel immerhin fand ein paar ernste Worte, bevor sie sich am Abend gut gelaunt bei einer Kinopremiere zeigte.

So wie beim Totalversagen in der Flutkatastrophe wird es nun darauf ankommen, wem das Desaster im Wahlkampf hilft. Wenn sich die Grünen true bleiben wollen, müssten sie dem zu erwartenden Flüchtlingsstrom so wie den Syrern 2015 ihr “Refugees welcome” entgegen rufen und die Grenzöffnung verlangen. Auch auf das gehabte Risiko hin, dass sich unter die bärtigen jungen Männer entschlossene islamistische Terroristen mischen.

Wir gehen aufregenden Zeiten entgegen.

Von Matthias Matussek

Diesen Artikel gibt es für Sehgeschädigte auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=Wc4G9MgRU3o

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