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Der Journalist als verlängerter Arm der Regierung. 

 25. November 2020

von  Buergermeinungen

Empörend, finde ich, wie unverhohlen nicht Meldungen abgesetzt werden, sondern politische Verlautbarungen. Der Journalist als verlängerter Arm der Regierung.
Der Journalismus empört mich!

Ich gehörte nie zu jenen, die bei jeder Gelegenheit „Lügenpresse“ brüllen. Kampfbegriffe liegen mir nicht so. Und Journalist ist einer der Berufe, die ich gern ausgeübt hätte. Es wäre auch Berufung gewesen, denn ich halte einen guten Journalismus für eine tragende Säule einer funktionierenden Demokratie. Der Journalismus als Machtkontrolle, frei und unabhängig, mutig, investigativ und informativ, dies wäre ein Leitbild. Ich schreibe vom „guten“ Journalismus, und da setzt meine Kritik an, die an vielen Tagen schon an Empörung grenzt.

Ich bin ja schon etwas älter, bin mit Journalisten groß geworden, die noch was taugten. Mit Höfers Frühschoppen, mit den Interviews von Gaus etc. Natürlich gab es immer schon eine politische Farbenlehre in den Funkhäusern. Der BR war schwarz, der WDR rot. Und bei Zeitungen und Magazinen gab es auch eine gewisse Verlässlichkeit. Man wusste, wo der Spiegel stand, die FAZ, die WELT und die TAZ. Heute ist vieles anders.

Wie erlebten einen unglaubliche Konzentration der Medienhäuser, man schloss sich zusammen zu Medienkartellen, zu Sendefamilien, und ein Blome kann heute Bild-Chef sein, morgen Chef beim Spiegel und übermorgen Polit-Chef von RTL. Ist völlig egal. Kleine Verlage und Lokalblätter wurden weggefegt, und heute bestimmen die großen Agenturen wie Reuters oder DPA die Nachrichtenlage. Deshalb ähneln sich auch so viele Schlagzeilen und Nachrichten, es ist alles eine Soße.

Die Narrative ähneln sich und finden so die Masse als Adressat. Empörend, finde ich, wie unverhohlen nicht Meldungen abgesetzt werden, sondern politische Verlautbarungen. Der Journalist als verlängerter Arm der Regierung. Viel zu oft kann dies belegt werden. Es wundert auch nicht, sind doch die Parteien in den Rundfunkräten, gibt es doch enge Verflechtungen von Politik und Journalismus. So kann ein Herr Seibert gestern Nachrichtensprecher des ZDF sein und heute Regierungssprecher der Koalition.

Wir erleben heute, dass viele Journalisten nicht die Regierung kritisieren, sondern die Opposition. Ein ARD oder ZDF Sommergespräch mit der Kanzlerin ist Hofberichterstattung, aber nicht kritischer Journalismus. Medienunternehmen wie Bertelsmann mit ihrer Chefin pflegen freundschaftliche Bande zur Kanzlerin. Der Ehemann von Jens Spahn arbeitet für den Burda-Verlag usw. Eine Nähe, die Distanz und Kritik kaum zulässt. Man schaue sich die Talkrunden der ÖR Sender an. Ganz unverhohlen lässt man Opposition außen vor, lädt viel zu oft immer dieselben Gäste ein, lässt eine andere Sichtweise kaum einmal zu.

Und in den Nachrichten sehe und lese ich selten die bloße Nachricht, viel zu oft schimmert Meinung durch und ein Framing, ein bedienen bestimmter Narrative. Da muß mich ein Herr Kleber nicht für dumm verkaufen, der süffisant lächelnd meint, er würde ja nicht morgens ein FAX der Kanzlerin erhalten, wie er zu berichten habe. Das braucht es gar nicht. Journalisten, die Karriere machen wollen, wissen auch so, was an Färbung erwünscht wird. Sie sind nicht frei, allein nach ihrem Gewissen schreiben zu können, was sie für berichtenswert halten.

Oder glaubt jemand, man könne in der ARD oder im ZDF Karriere machen, wenn man Putin lobt, oder die offizielle Version von 9/11 anzweifelt, oder Covid 19 für nicht so gefährlich hält? Wohl kaum. Der freie Journalismus ist weitgehend tot. Er existiert nur noch in Spurenelementen. Wir haben einen Meinungs-und Haltungsjournalismus, der eher belehrend ist als aufklärend, eher devot als rebellisch, eher konform als kritisch. Und das empört mich jeden Tag mehr.

Der Journalismus ist nicht die „vierte Gewalt“ im Staat. Er ist das Schoßhündchen der Regierung, der Mächtigen und der Eliten.

Uwe Goller
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