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Der Lockdown lässt Gewalt und Kindesmissbrauch explodieren 

 30. Dezember 2020

von  Daniel Matissek

Bereits im März, in den Anfangstagen der Corona-Krise, prognostizierte die Verbrechensopferschutz-Organisation „Weißer Ring“ einen zu erwartenden Anstieg der Kriminalitätsrate – infolge der Pandemie im Allgemeinen und für die Dauer des Lockdowns im Besonderen. Doch wie so viele Rufer in der Wüste aus anderen gesellschaftlichen Bereichen, deren Mahnungen als Folge einer beispiellosen politischen Monofixierung auf Virologie und Infektiologie ungehört verhallen, wurden die Warnungen der Kriminalitätsexperten ignoriert. Als Ratgeber der Bundesregierung oder als hinzugezogene Experten treten sie bis heute nicht in Erscheinung bei Klausurberatungen zu den jeweils neuesten Corona-Beschlüsse – so wenig wie Ökonomen, Psychologen, Konfliktforscher, Pädagogen oder Mediziner aus anderen Disziplinen als der Virologie. Noch nie zuvor in der Geschichte ist ein hochentwickelter Industriestaat so sehr im wahnhaften Tunnelblick verharrt.

Jetzt, zu Jahresende, haben wir den Salat: Die Einschätzung des Weißen Rings hat sich nicht nur erfüllt, sie wurde übertroffen: Um über 10 Prozent stiegen alleine die polizeilich erfassten Fälle von Verbrechen wie häuslicher Gewalt, Sexualdelikten und Körperverletzung gegenüber dem Vorjahr – eine erhebliche Dunkelziffer hierin noch gar nicht eingerechnet, weshalb die bislang bekannten Zahlen auch nur die Spitze des Eisbergs markieren. Bei bestimmten Delikten erhöhte sich gerade in den Wochen des Lockdowns (im April/Mai und nun wieder ab November) die Gefahr von massenweise unentdeckten Fällen – insbesondere beim Missbrauch von Kindern. Jörg Ziercke, Vorsitzender des Weißen Rings, verkündete am Wochenende fast schon resigniert: „Wir müssen leider mit dem Schlimmsten rechnen.“ Der Mann weiß, wovon er spricht: Ziercke war einst langjähriger Präsident des Bundeskriminalamts.

Gerade in Zeiten des Lockdowns nimmt die Gefahr von innerfamiliärer und auch sexueller (neudeutsch: „sexualisierter“) Gewalt rapide zu; vor allem gegen Kinder. Das enge Zusammenleben, die ungewohnte häusliche Enge und die permanente Konfrontation mit dem Nahbereich, oftmals ohne private Rückzugsmöglichkeiten und Reizabschottung: All dies bewirkt sozialen Stress und Konflikte, die sich dann nicht selten in körperlichen Auseinandersetzungen oder Übergriffen entladen. „Der Lockdown führt dazu, dass wir in einer Phase zunehmender Gereiztheit miteinander leben“, so Ziercke. Das Phänomen tritt dabei nicht nur in prekären und bildungsferneren Haushalten auf (wo infolge hoher Arbeitslosigkeit eine gewisse Gewöhnung an „Cocooning“ besteht, zwangsläufiges Stubenhocken also. Gerade auch in materiell und sozial bessergestellten Familien kann es zu gewaltsamen Stressreaktionen kommen. Das neuerdings als arbeitssoziologischer Durchbruch gepriesene „Home-Office“ sowie der Modebegriff „Home-Schooling“ funktioniert in der Breite der Bevölkerung allenfalls auf den Reißbrett, mangels hinreichender Digitalisierung und entsprechender Übung sind derartige Verlegenheitskonzepte jedoch meist zum Scheitern verdammt. In der Realität herrschen Frust und Langeweile vor – solange, bis die Fetzen fliegen.

Leidtragende sind vor allem die Kinder – und weil zugleich die Kitas, Schulen und Sportvereine geschlossen und die erlaubten oder überhaupt noch möglichen Interaktionen mit Außenstehenden minimiert sind (wenn sie nicht gar komplett entfallen), werden etwaige Verhaltensauffälligkeiten, Verletzungen oder sonstige Unregelmäßigkeiten durch geschultes Lehrer- und Erzieherpersonal derzeit gar nicht mehr so rechtzeitig erkannt, dass die Behörden einschreien könnten. Als Folge davon geht die shutdown-bedingte Kriminalität steil durch die Decke, ohne dass sie in ihrer wahren Dimension überhaupt erfasst wird. Wie viele Fälle von Missbrauch, Misshandlung, womöglich Tötung, psychischer und physischer Terrorisierung vor allem der schwächeren Personengruppen (Kinder und teilweise auch Frauen) es im Jahr 2020 wirklich gab, wird wohl nie festgestellt werden.

Fakt jedenfalls ist: Auch in dieser Facette der gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie mehren sich die Kollateralschäden. Die Kriminalitätsentwicklung steht insofern anderen fatalen Lockdown-Begleiterscheinungen (Depressionen und Selbstmorde, zunehmender Alkoholismus bzw. Nikotin- und Drogenkonsum, wirtschaftlicher Existenzverlust, Zerstörung von Bildungschancen, Entwicklungsbehinderung von Kindern und Jugendlichen, vor allem jedoch Beeinträchtigung der gesundheitlichen Regelversorgung durch unterbliebene Notfallmedizin, abgesagte Vorsorge, oder verschobene Operationen) in nichts nach.

Wir sollten uns nichts schönreden oder vormachen: All dies sind NICHT die Auswirkung von „Corona“, sind keine Schadfolgen des Virus. Es sind die Folgen der Corona-Maßnahmen – und die Schuld daran tragen willkürlich und stur-ignorant handelnde Politiker. Zusammengenommen bedingen all diese katastrophalen Nebenwirkungen der Corona-Politik ein Vielfaches dessen an Leid und Todesopfern, was sie eigentlich verhindern und abwenden wollen. Beim Kriminalitätsanstieg lässt sich dieser Effekt ganz direkt und zeitnah messen; die meisten indirekten Opfer dieser verheerenden Politik jedoch werden sich erst in einigen oder gar vielen Jahre bemerkbar machen.

Und während Deutschlands Politiker den Notstand munter fortsetzen, während die (alleine auf oft unwissenschaftlich-fragwürdiger Grundlage ermittelten) PCR-Positivgetesteten gemäß „Inzidenzzahlen“, nicht jedoch die Realerkrankten das Bild der Pandemie bestimmten, und während weiterhin vorerkrankte Menschen von 90 oder 100 Jahren an einem Virus sterben: Da werden die sozialen Auswirkungen der katastrophalen Chaos-Politik immer offensichtlicher. Rücksichts- und verantwortungslose Soziopathen, die uns in Berlin oder München regieren, nehmen all die grauenhaften Folgen dieser kollektiven Geisterfahrt kaltschnäuzig in Kauf – im Namen eines zum Selbstzweck erhobenen, zum einzig verbliebenen Ziel staatlichen Handelns erklärten „Lebensschutzes“, den sie sich auf die Fahnen geschrieben haben. Verbrechensopfer, Unbehandelte, in den Selbstmord getrieben Verzweifelte passen da nicht ins Bild und werden ausgeblendet.

Jedes Augenmaß, jede Verhältnismäßigkeit, jeder Wille zur Abwägung ist abhanden gekommen. Und doch: Irgendwann einmal wird sich in diesem Land wieder die bittere Erkenntnis durchsetzen, dass gewählte Politiker nicht nur für die Bewältigung von Krisen verantwortlich sind – sondern auch für die weiteren Folgen ihres Handelns. Wenn es soweit ist und diese Einsicht gereift sein wird: Dann Gnade Gott den Eitlen dieser Pandemie in ihrer angemaßten Allmacht, von Söder bis Merkel.

Klartext
von Daniel Matissek

Diesen Artikel gibt es auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=cMQsj9woS7Q&feature=youtu.be

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