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Die maßlose Corona-Politik verödet unsere Innenstädte 

 4. Juli 2020

von  Buergermeinungen

Die klassische Einkaufspassage ist immer noch ein beliebter Bummelort und bietet wohl mit Abstand das angenehmste Einkaufserlebnis. Bis jetzt: Denn vielen Fußgängerzonen droht nun eine größere Welle des Leerstands. Die Karstadt-Kaufhof Häuser werden im großen Stile der Corona-Krise zum Opfer fallen und ersatzlos geschlossen. Damit entfällt ein Großer, da die alteingesessenen Warenhäuser insbesondere in kleineren Stadtteilen oder Kleinstädten der Publikumsmagnet sind.

Sicherlich geht mit einer Fusionierung auch immer eine Rationalisierung einher, jedoch hatten ursprünglich beide Konzerne diese bereits vor einigen Jahren hinter sich gebracht und defizitäre Häuser geschlossen. Bis zum Lockdown haben sich durch sinnvolle Umstrukturierungsmaßnahmen viele Filialen wieder getragen und wären nicht in diesem großen anstehenden Umfang ausgedünnt worden. Auch der Insolvenzverwalter hat klar die Corona-Maßnahmen für die Schließung vieler Standorte ausgemacht. Doch diese Warenhäuser sollen nur beispielhaft gelten, denn es geht um den stationären Einzelhandel im Großen und Ganzen.

Verantwortlich für den Genickbruch ist folglich die maßlose Corona-Politik: Nach dem Lockdown, der zwischenzeitlich lediglich die willkürliche Öffnung bis 800m² zuließ, folgt nun auch nach vollständiger Öffnung der rapide Umsatzeinbruch. Wie Umfragen unter den Konsumenten ergeben haben, ist es ein massiver Störfaktor, die Einkäufe unter dem Maskenzwang zu tätigen: Jenes eingangs beschriebe Einkaufserlebnis wird vielmehr zur Pflichterfüllung, die auf das Allernotwendigste beschränkt wird. Es nimmt teilweise derart perfide Züge an, dass Personen mit ärztlichem Attest hierüber zwar ohne Maske einkaufen dürften, aber es sich nicht trauen, da sie sich Beschimpfungen der Mitmenschen aussetzen würden. Dies ist übrigens das Werk der Medien, die insbesondere im öffentlich-rechtlichen Fernsehen den Bürgern eine Grundangst injiziert haben.

Apropos Grundangst: Der Einzelhandel selbst tätigt seinen Vertrieb seit der Wiedereröffnung mit einer gewissen Grundangst und erlässt im eigenen Haus jeweils möglichst viele Maßnahmen, um zusätzlichen behördlichen Repressionen zu entgehen – zumal der Staat klar demonstriert hat, dass er im Zweifel Schließungen problemlos durchsetzen kann. In Addition führt all dies zu Umsatzgrößen, die nicht annähernd kostendeckend sind.

Welche Folgen hat das? Weitreichende:
Wer in kleineren Stadtteilen oder Kleinstädten wohnt, kennt das Bild einer verkommenen Einkaufspassage: Zwischen leerstehenden Gewerbeobjekten kommt es sporadisch zu Mietungen von Kleidungs-Discounter, 1-Euro-Läden, Backshops und Low-Budget-Friseuren. Diese mögen allesamt ihrem ehrbaren Beruf nachgehen, aber es fehlt den Fußgängerzonen hiermit der große Allrounder – abgesehen davon, dass vorgenannte Gewerbe keine Immobilie der Größe von Karstadt / Kaufhof mieten wollen bzw. können.

Während die Fußgängerzonen also veröden, deren Geschäfte ihre Steuern zu 100% in Deutschland abführen, greifen die Konsumenten mehr und mehr zum ohnehin aufstrebenden Onlinehandel. Amazon und Co., deren innerdeutsche Steuerabführung trotz immenser Umsätze weiterhin marginal ist, erweisen sich auch in der Krise als sicher, denn dort kann jedermann den unangenehmen Maskenzwang umgehen. Die Erkenntnis, dass die Arbeitsbedingungen in der Paketbranche sicherlich deutlich schlechter sind als jene der Kaufhäuser, deren Kapazitäten nun weitreichend zusammengestrichen werden, kommt leider zu spät.

Ich möchte zwar auch gern an das Konsumverhalten appellieren, sehe aber zweifellos in erster Linie die Schuld bei der Politik: Warum hat man die Maskenpflicht im Handel nicht auf Freiwilligkeit basieren lassen? Wer sich schützen will, der soll diese selbstverständlich nutzen. Nachbarländer von uns haben es vorgemacht. Warum ist Deutschland hier so restriktiv, wo es doch gerade die Wirtschaft unseres Landes ist, die den Motor für die EU darstellt? Es stößt zurecht auf Unverständnis, dass beim Demonstrationsrecht alle auferlegten Pflichten ohne Sanktion außer Kraft gesetzt werden, wohingegen Menschen nun gerade wegen dieser Maßgabe ihren Arbeitsplatz verlieren.

Ich selbst verschiebe eine geplante, größere Shoppingtour schon seit langem – und wenn ich sie dann endlich umsetzen werde, hoffe ich, in den Städten nicht endgültig eine politisch zu verantwortende Ladenwüste vorzufinden – denn wahrscheinlich stehen wir erst am Anfang einer potentiellen Schließungswelle.

Patrick L.


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