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Digitale Fettnäpfchen: Was stimmt nicht mit Markus Söder? 

 5. Juni 2021

von  Daniel Matissek

Seit jeher inszeniert sich der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Dr. Markus Söder in den sozialen Medien: Auf Facebook und Instagram gehörte er zu den ersten christsozialen Politikern, die dort ihren Alltag zu einer Art virtueller Showcase machten und sich als besonders hip, fortschrittlich, volksnah und zukunftsaffin zu geben versuchten. Bis heute ist dem arglosen Follower dabei ganz klar, ob es Söder hierbei um einen authentischen Einblick in sein tägliches Wirken und Tun geht – oder ob er bloß eine schamlose Selbstinszenierung betreibt. Letzteres erscheint jedenfalls deutlich plausibler.

Dabei ist anzunehmen, dass Söder – zumindest seit Beginn der Corona-Krise, in der er sich zum Messias der Virusbekämpfung stilisierte – die Pflege seiner Social-Media-Accounts nicht mehr selbst übernimmt, sondern diese „ehrenvolle“ Aufgabe an Dritte delegiert haben dürfte; früheren Verlautbarungen zufolge soll es gar das Social-Media-Team der CSU sein, das hier die digitalen Auf- und Fehltritte des Großen Vorsitzenden in Wort und Bild mitmoderiert und -redigiert. Sollte dies der Fall sein, dann träfe Söder zwar nur indirekt die Schuld für unfreiwillig komische Beiträge mit reichlich Fremdschäm-Potenzial (es würde ihn gleichwohl nicht seiner Verantwortung für selbige entheben). Sollte Söder hier allerdings tatsächlich höchst selbst posten, dann ist – bei allem gebührenden Respekt – die Frage unumgänglich, ob der Mann noch alle Tassen im Schrank hat.

Denn was sich vor allem in den letzten Wochen auf Söders Kanälen so tut, das lässt geradezu an seinem Geisteszustand zweifeln – von Instinkt und Feingefühl dieses verhinderten Krisenkanzlers gar nicht zu reden. Für reichlich Spott im Netz sorgte so vor zwei Wochen ein gemeinsamer Fototermin Söders mit seinem CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt auf der Zugspitze, wo er beim „Gipfeltreffen“ (Achtung, Wortspiel!) verkündete: „Wir wollen gemeinsam die CSU stark in Berlin machen!“ Das Irre an diesem Shooting: Beiden in weitem Abstand zueinander stehenden Männer trugen vor der gänzlich menschenleeren Alpenkulisse – bei Minustemperaturen und Starkwind – allen Ernstes FFP-Maske. Aus Söders Sicht ergibt diese Farce natürlich Sinn – steht doch kein zweiter deutscher Politiker machtvoller und trotziger Pate für die Psychose namens Corona; und keine Inszenierung ist diesem Landesherrn zu billig, um seine Selbstdarstellung mit Pandemie-Gehirnwäsche zu verbinden – ganz gleich, auf wie vielen Höhenmetern.

Politiker, die von bayerischen Alpengipfeln herab das Volk beglücken wollen: Das ist in Deutschland noch nie gut gegangen, weder 1939 noch 2021. Was dem einen sein Berghof, ist dem anderen seine Zugspitze. Und zum zeitgeistkonformen Posing gehört heute dann eben der Pandemie-Look – auch wenn es selbst dem RKI schwerfallen dürfte, irgendeine wissenschaftliche Studie aus dem Hut zu zaubern, die den Nutzen des Tragens von Masken in einer praktisch virusfreien Umgebung im Hochgebirge bestätigt; wo doch das Übertragungsrisiko im Freien – sogar bei Menschenansammlungen in Siedlungsgebieten – gleich Null ist.


Söders Bergfex-Maskenlachnummer war jedoch nichts gegen den „Brüller“, den er einige Tage später folgen ließ: Mit einem weiteren, diesmal von Zynismus nur so strotzenden Insta/Facebook-Post machte er sich da nämlich über die heimische Gastronomie lustig – indem er sich mutterseelenalleine, als einziger Gast, auf der Terrasse eines Nürnberger Restaurants vor einem Glas Bier sitzend ablichten ließ. Darüber stand der Hinweis auf die erfolgte Wiedereröffnung der Außengastronomie – und seine lakonische Bemerkung: „Es sind noch Plätze frei“. Wirklich, eine ungemein „lustige“ Bemerkung angesichts der beispiellosen Verheerungen, die die maßgeblich von Söder mitzuverantwortende Lockdown-Politik vor allem in dieser Branche angerichtet hat – und die nicht nur unzählige Wirte, Hoteliers (und übrigens auch Einzelhändler) beleidigt, die unter den wahnwitzigen Corona-Maßnahmen nach wie vor zu leiden haben.

Doch weiter geht es mit Söders Instagram- und Facebook-Chronik: Wenige Tage darauf war der „Naturbursche“ dann wieder in ganz anderer Mission unterwegs. Diesmal präsentierte er sich, ganz auf tiefgrünem Kurs, im Murnauer Moos, um dort für die Renaturierung von Mooren und Sumpfgebieten zu werben. Im unverhohlenen Bestreben, den Super-Öko links der echten Grünen zu mimen, kündigte Söder im Kontext des Projektes „Bio-Hotspot Murnauer Moos“, wo er einen sogenannten Arche-Noah-Hof besuchte, einen weiteren „sichtbaren Beitrag“ zum Klimaschutz an. Und auch diesmal wieder entblödete sich der Ministerpräsident nicht, trotz großzügigem Abstand zu seinem Nebenmann, alleine auf weiter Flur mit FFP-Maske für die Kamera zu posieren.

Immerhin: Dass wenigsten ein Teil der Deutschen offenbar seine sieben Sinne in dieser Pandemie behalten hat, zeigte sich an der ermutigend hohen Zahl kritischer bis fassungsloser Kommentare vor allem unter diesem Posting, in denen diese geheuchelte Inszenierung einer wissenschaftlich durch nichts begründeten Hygiene-Mania angemessen gewürdigt wurde.

Vielleicht lag es ja an diesen heftigen Reaktionen, dass „Influencer“ Söder dann bei seinem Social-Media-Beitrag – eine „Wanderung durch die Breitachklamm im Allgäu“ – auf die Maske verzichtete, und stattdessen sein eigens mit dem bayerischen Landeswappen gebrandetes Käppi trug. Auf Bergeshöhen und in dunklen Mooren sichtbarer „Infektionsschutz“, in Schluchten dann wieder nicht: Anscheinend ist „Doktor Söder“ stets bestens im Bilde, wo Corona gerade zirkuliert und gefährlich wird. Vielleicht kann er die Viren ja inzwischen schon mit bloßen Augen sehen, so wie Greta Thunberg CO2-Moleküle?

Eines steht jedenfalls außer Frage: Wer auch immer für Söders Social-Media-Einblicke zuständig ist, ob er selbst oder irgendeiner seiner Domestiken – er trägt unfreiwillig zur Politikverdrossenheit bei.

Klartext
von Daniel Matissek

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