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Eine Berliner Weihnachtsgeschichte: 

 26. Dezember 2020

von  Daniel Matissek

Nach dem Drosten-Evangelium der Corona-Bibel

(1) Es begab sich aber zur der Zeit, dass ein Gebot vom RKI ausging, dass alle Welt getestet werde. Und diese Tests waren zahllos und geschahen zu der Zeit, da Spahn Gesundheitsstatthalter in Berlin war.

(2) Und jedermann ging hin, dass er sich testen ließe, ein jeder in seiner Stadt.

(3) Da machte sich auf auch Josef aus Neukölln, aus der Stadt Berlin, in die No-Go-Area, die da heißt Görlitzer Park, um dort zu nächtigen, weil in seiner versifften Bruchbude dank des rot-rot-grünen Mietendeckels Stromausfall herrschte. Auf dass er sich am andern Tag testen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

(4) Und als sie in der Teststation waren und man den Abstrich nehmen wollte, da kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Doch alle Entbindungsstationen der Kliniken waren unbesetzt wegen Corona-Notbetriebs. Da gebar sie ihm ihren Sohn auf einer Parkbank, und wickelte ihn in Toilettenpapier und legte ihn in einen Netto-Einkaufswagen. Denn die Supermärkte waren überall geschlossen.

(5) Und es waren einige Maskenträger in derselben Gegend auf den Straßen und wachten des Nachts und am Tag über die Einhaltung der Corona-Allgemeinverfügung.

(6) Da trat der Engel von Biontec jäh zu ihnen, und die Klarheit des Gates umleuchtete ihn; und sie fürchteten sich sehr.

(7) Aber der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Lungert nicht herum, verpetzt nicht länger eure braven Nachbarn!

(8) Denn sehet, ich verkünde euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird: Euch ist heute der Impfstoff zugelassen, welcher ist euer Erlöser. Im Staate Merkels und überall. Und dies habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Alditüte liegend im Görlitzer Park!

(9) Und alsbald drängte sich um den Engel die Menge der Getesteten, die lobten alle die Impfung und frohlockten: Ehre sei Söder in München und Merkel in Berlin und bei den Menschen ihres Wohlgefallens! Lasst uns aber zuerst die Impfung des Herrn erfahren und dann nach dem Kinde sehen.

(10) Und sie vergaßen alle den Mindestabstand.

(11) Und als die ersten von ihnen geimpft waren, da sprachen die Corona-Blockwarte untereinander: Lasst uns nun gehen in den Görli und mit unseren Augen die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend an und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind unter dem Einkaufswagen liegen.

(12) Als sie es aber gerade schauen wollten, da kam das Ordnungsamt und stellte allen Bußgelder aus wegen Verstoßes gegen die Kontaktbeschränkungen. Da wunderten sich sogar die Denunzianten.

(13) Und es begab sich, dass da kamen drei Migranten aus dem Morgenland, die hießen Melchior, Caspar und Balthasar. Der eine kam von Lampedusa, der andere von Gran Canaria, der dritte aus Lesbos.

(14) Und sie trugen edle Geschenke für das Kind herbei, ein jeder seines: Der eine ein Antigen-Schnelltest-Kit, der andere eine Flasche Sagrotan, der dritte einen 100er-Satz FFP2-Masken. Aber von ihren Smartphones wollten sie nicht lassen.

(15) Und als sie zum Kinde wollten da sagten die Männer vom Ordnungsamt ihnen, sie sollten sich entfernen. Und auch sie wurden nicht zum Kinde vorgelassen wegen der Kontaktbeschränkungen.

(16) Da wurden die drei zornig. Doch bald waren sie so betrübt, dass sie sich zurückzogen. Der eine in die Erstaufnahmeeinrichtung Lichterfelde, der andere in die Rigaer-101, und der Dritte, der da hieß Melchior, begab sich zu den Dealern des Görlitzer Parks. Denn sie waren seine Brüder.

(17) Und die Blockwarte waren erschrocken, als sie sahen, dass die drei Migranten nicht zum Kinde durften. Und sie fuhren die vom Ordnungsamt an: Erkennt ihr nicht, dass der Engel uns geimpft hat? Doch sie wurden nicht gehört.

(18) Und während die Amtmänner sie noch filzten, da sprachen die Corona-Blockwarte zu Maria, Josef und dem Kinde: Sehet, wir werden nicht weichen und wir lassen keinen anderen in eure Nähe, auf dass ihr und andere ewig geschützt bleibt!

(19) Und so, dass es die vom Amt hörten, riefen sie laut aus: Haltet euch von Menschen fern! Nächstenliebe ist Fernstenliebe!

(20) Als die Büttel vom Ordnungsamt das vernahmen, zogen sie zufrieden von dannen.

(21) Da riefen sie alle aus: Gepriesen sei die Maske! Wieler sei Dank, der Corona-Heiland ist nun wohlgeschützt! Und jetzt gehet hin und lasset euch impfen, auf dass immerwährende Freude in euren Herzen wohnen möge!

(22) Und sie drängten Josef, Maria und das Kind, mit ihnen zum nächsten Impfcenter zu gehen.

(23) Aber Josef und Maria sträubten sich und wollten sich nicht impfen lassen.

(24) Da wurden die Corona-Blockwarte sehr zornig und stellten sie zur Rede: Wollt ihr den Engel von Biontec schmähen? Und das Virus leugnen?

(25) Und sie fragten sie auf den Kopf zu: Seid ihr etwa Querdenker?

(26) Da wurden Maria und Josef sehr betrübt.

(27) Aber die Blockwarte gaben keine Ruhe und fragten sie wieder: Seid ihr Reichsbürger? Wollt ihr es etwa auf euch nehmen nicht intubiert zu werden? Wie könnt ihr denn verschmähen, was der Engel Biontec euch so gnädig offenbart hat?

(28) Doch sie wollten nicht gehen.

(29) Da wandten sich die Blockwarte ab und ließen sie alleine zurück: Josef, Maria und das Kind. Und wenn sie nicht doch noch geimpft wurden, so sind sie noch immer in Quarantäne.

Fröhliche Weihnachten.

Eine Satire von Daniel Matissek

Diesen Artikel gibt es auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=EoXs5VKNcYA

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