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Hunderttausendfache Tötung von Haustieren 

 16. Januar 2021

von  TEAM HALLO MEINUNG

Katzen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Umso erschütternder, dass jedes Jahr unzählige dieser vierbeinigen Familienmitglieder Gewehrkugeln zum Opfer fallen, die von Jagdberechtigten abgefeuert werden. Der legale Vorwand dafür ist die laut Jagdgesetz zulässige Bekämpfung „wildernder“ Raubtiere, die dem Jagdwild nachstellen und dann in flagranti geschossen werden dürfen. Angeblich soll damit ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, zu Bestandssicherung und zum und ökologischen Gleichgewicht geleistet werden.

Zwar ist der Abschuss an bestimmte „Spielregeln“ gebunden; so müssen Jagdausübungsberechtige – oder auch deren Jagdgäste – darauf achten, dass eine „wildernde“ Katze eine bestimmte Distanz (meistens, je nach Bundesland, zwischen 200 und 500 Meter entfernt von der nächsten Ortsbebauung) beim aktiven Jagdvorgang angetroffen wird. Was allerdings unter diesem „jagenden“ Zustand zu verstehen ist, ist breit auslegbar. Lauert die Katze zum Beispiel vor einem Tierbau lauert, oder stellt sie auf große Distanz scheinbar einem erspähten Beutetier nach, dann darf der Jäger bereits zum Gewehr greifen.

Als Folge dieser von Tierschützer seit langem angeprangerten Praxis lassen Jahr für Jahr in Wald und Flur hierzulande 200.000 bis 300.000 Katzen und 20.000 bis 30.000 Hunde ihr Leben. PETA geht gar von 400.000 Katzen und 65.000 Hunden aus. Bei einer großen Zahl dieser Tieren handelt es sich nicht um verwilderte Streuner, sondern um geliebte Haustiere, die für ihren „Ausflug ins Grüne“, für ihren angeborenen Bewegungsdrang und das Ausleben natürlicher Instinkte mit dem Leben zahlen müssen. Tierrechtsorganisationen sprechen daher von einer grausamen, tierschutzwidrigen und zudem überholten Gewohnheit, die im Jagdrecht aller Bundesländer flächendeckend dringend untersagt werden sollte. Immerhin haben einige Länder, etwa NRW oder Baden-Württemberg, freilich unter massivem Protest der Jäger, das Abschießen streunender Hunde und Katzen bereits verboten.

Der Sinn der tierischen „Wilderei-Bekämpfung“ ist oftmals ohnehin fraglich. So soll durch sie etwa – gerade im Fall der Katzen – ein Beitrag zum Schutz von Singvögeln geleistet werden, deren ohnehin seit langem einbrechenden Bestände durch die Stubentiger zusätzlich gefährdet werde. Ein Scheinargument: Die Gesamtzahl der Tötungen, so schrecklich sie für die Tierhalter sind, bewegt sich doch nur um unteren Prozentbereich der Gesamtpopulation, weil es in Deutschland einfach so viele Katzen gibt (6 Millionen).
(Auch die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, die in Deutschland befürwortet werden sollte, – in einigen Bundesländern auch bereits beschlossen wurde – wird bei uns in naher Zukunft ein Thema sein.)

Hier wird also zwar viel Leid im Einzelfall angerichtet, aber in der Summe ist die grausame Praxis gänzlich sinnlos. Jede einzelne durch Jäger zu Tode gekommene, als Haustier gehaltene Katze ist für ihren Besitzer ein Weltuntergang.

Neben gezielten Abschüssen stellt zudem auch die Fallenjagd ein großes Problem dar. In vielen Bundesländern können Jagdberechtigte Fallen für Füchse, Wachbären oder Marder aufstellen, ohne dass dafür eine ausdrückliche behördliche Genehmigung eingeholt werden muss. Die dafür verwendeten Köder sind leider auch für Katzen oft sehr verlockend – weshalb viele von ihnen in den blutigen Hinterhalt geraten und verenden. Nicht selten werden die wehrlosen Tiere, wenn sie schwerverletzt sind oder es sich um Lebendfallen handelt, erst in der Falle massakriert. Tierschützer fordern daher, auch die Fallenjagd auf den Prüfstand zu stellen.

Wichtig scheint jedoch vor allem ein Bewusstseinswandel bei den Jägern, die die Bejagung „wildernder“ Streuner bislang leider unreflektiert als ihr gutes Recht empfinden. Denn sie zeigen allzu oft eine ethisch mindestens fragwürdige Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der Haustiere: In einschlägigen Jagdforen im Netz und in den sozialen Medien brüsten sich viele Vertreter der grünen Zunft regelrecht mit „Jagderfolgen“ und bestialischen Katzentötungen – als ginge es ihnen in erster Linie um ein blutiges Hobby. Es wird höchste Zeit, dass hier gesetzlich eingeschritten wird – und dass ein Umdenken einsetzt.

Hiermit möchten wir anmerken, dass es sich dabei nur um einen geringen Teil der Jägerschaft handelt. Verantwortungsbewusste Jäger lehnen derartige Praktiken ebenfalls ab.

Jens S.
Name der Redaktion bekannt.

Diesen Artikel gibt es auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=PAYoXdmyci4&feature=youtu.be

Verwendete Quellen:
https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/beutegreifer/06992.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Jaegerin-erschoss-Katze-im-Wald-Ist-es-erlaubt-Haustiere-zu-toeten-id55612126.html

https://www.facebook.com/groups/576717929037029/permalink/4852257964816316/

https://www.spiegel.de/panorama/jaeger-erschiessen-katzen-fuer-den-artenschutz-a-1165111.html

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