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Hurra, Der Corona-Impfstoff ist da – oder ist das Russisch Roulette? 

 21. August 2020

von  Uwe Kranz

Über Impfstoffe, Impfzwang, Impfskepsis, Immunitätsausweis und Impfschäden

Da hat er einen echten „scoop“ (russisch: сенсация) gelandet, der russische Staatspräsident Wladimir Wladimirowitsch Putin: Weltweit Erster! Der Impfstoff gegen den SARS-Cov2, auf den die ganze Welt wartete, entwickelte das Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie, nach nur weniger als zwei Monaten der Erprobung. Das russischen Gesundheitsministerium erteilte die Zulassung des Impfstoffes für Menschen, unter dem, zugegeben, etwas maliziösen Namen „Sputnik V“ – Wow! Endlich! Und noch vor den fleißigen und hochqualifizierten Deutschen vom Paul-Ehrlich-Institut, das mit einem Ergebnis mit viel Optimismus frühestens für Ende 2020 rechnete. Die triumphierende Ankündigung des Robert-Koch-Instituts, einen oder gar mehrere Corona-Impfstoffe „bis zum Herbst“ vorstellen zu können, kann man getrost der Serie von Kommunikationspanne und Qualifikationsdefiziten dieses Regierungs-Lieblings hinzurechnen, der diese Meldung dann auch rasch zurückzog.

Die deutlich gebremste Begeisterung der internationalen Pharma-, Politik-, Medizin- und Media-Welt über „Sputnik V“ zeigt aber, dass dieser Impfstoff nicht nur Risiken und Nebenwirkungen haben könnte, wie fast alle anderen Medikamente auch, sondern dass es hier um ganz andere Dimensionen geht. Denn die Zulassung erfolgte nach nur zwei klinischen Studien, wofür sich 50 Soldaten meldeten, noch ehe die international üblichen, großen klinischen Studien aus der Phase III vorliegen. Da hilft es nicht, sozusagen als Glaubwürdigkeitsnachweis die eigene Tochter impfen oder opfern zu lassen – das ist PR pur, wissenschaftlich skandalös und eine wohl neue Form des „russischen Roulettes“. Die ersten 50 Millionen Russen, die jetzt geimpft werden sollen, stellen dann die „große reale Studie“ dar, die Phase IV wird vorgezogen – getreu dem Kölschen Motto: „Es hätt noch immer jot jejange.“

In einer meiner letzten Kolumnen hatte ich die Glaubwürdigkeit der Politik am deutschen Beispiel des digitalen Immunitätsausweises angerissen. Dieser soll nach dem Willen der EU ja schon 2022 verpflichtend eingeführt werden (siehe EU-Roadmap). Gesundheitsminister Spahn hatte jedoch versucht, den digitalen Immunitätsausweis in Deutschland vorzeitig, sozusagen als erste EU-Nation unter dem Corona-Deckmäntelchen, nämlich mit dem „Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ einzuführen, scheiterte zunächst am Widerstand der SPD, vor allem aber am zivilen Aufschrei. Das Vorhaben liegt nun seit Mitte Mai beim Deutschen Ethikrat.

Der Deutsche Ethikrat

Er hatte mit der Impfpflicht auseinandergesetzt, unter dem ausdrücklichen und absichtsvollen Hinweis, dass schon Anfang 2019 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Impfskepsis zu einer der zehn größten weltweiten Bedrohungen für die Gesundheit erklärte. Ursachen seien private Bequemlichkeit, beschwerlicher Zugang zu Impfstoffen und Mangel an Vertrauen in Impfungen. In Konsequenz kam der Ethikrat zu dem Schluss, dass es keine reine Privatangelegenheit, sondern vielmehr eine moralische Pflicht sei, sich selbst und die eigenen Kinder gegen hochansteckende Infektionskrankheiten wie die Masern impfen zu lassen. Daraus folge allerdings nicht unmittelbar, dass damit auch die Einführung einer generellen gesetzlichen Impfpflicht gerechtfertigt wäre. Diesen Spagat aufzulösen, gelang 2019 dem Deutsche Ethikrat, indem er eine Impfpflicht gegen Masern nur für das Personal im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen für sinnvoll hielt. So kam es auch: Pelz gewaschen, nicht nass geworden!

Das Masernschutzgesetz

Ziel des Masernschutzgesetzes vom 01.03.2020 sei, so das Bundesgesundheitsministerium, Schul- und Kindergartenkinder wirksam vor Masern zu schützen. Hierbei ist der Hinweis wichtig, dass tatsächlich gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) oder sogar noch gegen Varizellen (Windpocken), also MMRV, geimpft wird. Da ein Lebendimpfstoff gemeinsam mit lebendigen Viren gespritzt wird, gelangen zur gleichen Zeit drei Infektionskrankheiten mit einem Mal in den Körper, was völlig widernatürlich ist.

Union, SPD und FDP hatten in zweiter Lesung für das Gesetz gestimmt. Die AfD stimmte dagegen, Grüne und Linke enthielten sich. Bei der namentlichen Schlussabstimmung votierten 459 Abgeordnete für das Gesetz, 89 dagegen, 105 enthielten sich. Wer sich dafür interessiert, kann gerne den für seinen Bundestagsabgeordneten vor Ort befragen,wie er abstimmte! Gegen das Gesetz wurde übrigens Verfassungsklage erhoben, ein Eilantrag scheiterte jedoch im Mai 2020. Es sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten Masern-Schutzimpfungen vorweisen müssen, sonst droht den Kindern der Ausschluss aus der Kita und den Eltern ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen – mit gleichen Konsequenzen (Berufsausübungsverbot und Bußgeld). Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal. Auch Bewohner und Mitarbeiter von Flüchtlingsunterkünften (Asylbewerber oder Migranten) müssen den Impfschutz, erstere vier Wochen nach Aufnahme in der Gemeinschaftsunterkunft, aufweisen (laut Homepage des Bundesgesundheitsministeriums).

Dafür gibt es zunächst einen Impfausweis, ein ärztliches Attest, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder -später- der Immunitätsausweis?

Man darf sicher sein: Die Impfpflicht gegen das SARS-CoV-2-Virus wird im Ethikrat sicherlich nicht anders beurteilt werden.

Wer sich mit dieser Thematik beginnt, intensiver auseinander zu setzen, landet unweigerlich im postmodernen Minenfeld der öffentlichen und privaten, sozialen und asozialen Medien. Zum Thema Impfung gibt es bedingungslos bejahende und scharf ablehnende Beiträge in allen Schattierungen bis hin zu hasserfüllten Tiraden Die viel gepriesene und vor allem gepredigte Toleranz gilt nur gegenüber den Recht-Gläubigen. Anders-Gläubigen sind zu bekämpfen, „whatever it takes“ (früher: auf Biegen und Brechen): Schiiten vs. Sunniten, Muslime vs. Christen, Türken vs. Kurden, Linksextremisten vs. Rechtsextremisten, Autonome/Antifa & Co vs. Demokraten, Klimawandler vs. Klimaleugner, Flüchtlingsfreunde vs. Fremdenhasser … die Liste der Antipoden ließe sich fortsetzen.

Fakt ist jedoch, dass eine generelle gesetzliche Impfpflicht zwangsweise nicht durchsetzbar ist. Das ließe sich jedoch später durch die Hintertür des Immunitätsausweises quasi „en passant“ erledigen. Sind erst mal die Gesellschaftsbereiche Kinder, Jugendliche, Kranke, Senioren, Migranten und Asylanten zwangsgeimpft (Kita, Kindergarten, Schule, Gemeinschaftseinrichtungen, medizinische und soziale Einrichtungen), wird der Rest leichter „zu zähmen“ sein. Wer den Immunitätsausweis vorzeigen kann, weil er sich der „moralischen“ oder zähneknirschend der „gesetzlichen“ Impfpflicht unterwarf, gehört fortan zu den „Guten“. Wer sein Recht wahrnimmt, sich nicht impfen zu lassen, weil er sich nicht der Gefahr von Impfschäden aussetzen möchte und in der Folge keinen Impfnachweis (später: Immunitätsausweis)  vorlegen kann, der gehört ab dem 31. Juli 2021 zu den „Bösen“ und wird viele seiner Rechte und Lebensqualitäten  juristisch oder halt „nur faktisch“ verlieren.

Die Impfschäden

Die Gefahr von Impfschäden ist jedoch durchaus real. Das haben die Impfungen der Vergangenheit bewiesen. Impfgegner sind daher keine esoterisch desorientierte oder gar wahnhafte Personen, sondern können auf medizinisch belegte, auch schreckliche Impffolgen hinweisen. Offiziell werden die Impfschäden generell in der Größenordnung von etwas weniger 1: 1.000.000 eingeschätzt, jedoch bei akuten Masernerkranken bei etwas mehr als 1:500 (für Covid-19 gibt es logischerweise noch keine Erkenntnisse). Eine typische Spätfolge ist die Gehirnentzündung SSPE: Die Abkürzung steht für „Subakute sklerosierende Panenzephalitis“ und bezeichnet eine entzündliche, neurodegenerative Erkrankung des Gehirns mit progredienter Symptomatik, die durch eine Slow-Virus-Infektion hervorgerufen wird. Es handelt sich um eine stets letal verlaufende Folgeerkrankung einer Masern-Infektion. Die ersten Symptome: Stolpern und Sprachverlust, Veränderungen der Persönlichkeit und Schulversagen. Im zweiten Stadium kommt es zu massiven, repetitiven und häufigen Myoklonien (Schüttelkrampfanfällen) und Demenz. In der dritten Phase kommt es zur Rigidität (Muskelstarre) und einer fortschreitenden Teilnahmslosigkeit, bis in der vierten Phase das dramatische Wachkoma hinzukommt. Der Krankheitsverlauf ist stets letal. Das Ärzteblatt stellte bereits 2013 fest, dass SSPE „die am meisten gefürchtete Komplikation einer Maserninfektion“ ist und „möglicherweise häufiger als bisher angenommen“ vorkomme. Nach einer Studie in PLoS ONE kommt es bei einem von 3,300 Kindern im Alter unter 5 Jahren nach der Maserninfektion zu einer SSPE. Die Auswertung von Krankenhausstatistiken ergab dabei, dass in den Jahren 1994 bis 2001 vermutlich 42.600 Kinder der betroffenen Altersgruppe an Masern erkrankt waren; somit ergab sich ein SSPE-Risiko von 1 zu 3.300 nach Masernvirus-Infektionen in den ersten fünf Lebensjahren (das SSPE-Risiko von 1 zu 3.300 ist ein Durchschnittswert für die ersten 5 Lebensjahre). Besonders gefährdet sind Kinder im ersten Lebensjahr, die überhaupt noch zu jung für eine MMR-Impfung sind, erst ab dem 5. Lebensjahr könnte eine Gefährdung als sehr gering angesehen werden. Tückisch ist, dass die Spätfolgen regelmäßig erst sechs bis acht Jahre nach der Maserninfektion eintreten (in einzelnen Fällen sogar 27 Jahren nach der Infektion).

Die Impfpflicht

Trotz dieser wissenschaftlich-medizinisch belegten Erkenntnisse über Maser-Impfschäden befürworten parteiübergreifend immer mehr Politiker eine verpflichtende Impfung – auch gegen das Corona-Virus, ohne dessen Spätfolgen derzeit überhaupt kennen zu können; entsprechend äußerten sich beispielsweise Beispiel Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Co-Vorsitzender Robert Habeck (die Grünen/B90) und auch die CDU-Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann.. Man muss man ja kein Weltmeister im Rechnen sein um zu erkennen, dass die Impfung dem Gesundheitssystem scheinbar billiger kommt, wenn von 10 000 Menschen nach Maserninfektion zwar ca. 9350 erkranken, „aber nur“ ca. 9 -25 von denen daran sterben und 1-2 später an SSPE erkranken – und dann auch sterben. Dennoch sollte das Geld für die geplante 95%-ige Durchimpfung für dringendere Probleme im Gesundheitswesen verwandt werden.

Zurück zum Beginn dieser Kolumne: Bisher ist immer noch völlig unklar, ob und wann es überhaupt einen Impfstoff geben wird. Offen ist auch, welche Wirkungsweise er haben wird, welche Impfschäden sich als (Spät)Folgen einstellen können, oder wie gesetzlich verpflichtete „Opfer“ unterstützt und entschädigt werden. Ungeklärt ist, welche Durchimpfungsraten notwendig sein werden, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen. Völlig unbekannt ist, wie lange Menschen nach einer Corona-Infektion oder -Impfung überhaupt immun bleiben. Das ist alles noch unbekannt. Und SARS-Cov 3 / Covid-20 steht schon in den Startlöchern. Das kann zur unendlichen Geschichte werden. Welchen Sinn macht es dann, zusätzlich zu der 10-Milliarden-Geldspritze für die Erforschung eines Corona-Impfstoffes, schon jetzt eine Impfpflicht festzulegen? Ist das schon eine Art „struktureller Korruption“, ein Deal zwischen der Pharmalobby und ihresgleichen, die auf Regierungssesseln, in der Ministerialbürokratie und in den Amtsstuben sitzen?

„Hallo Meinung“ bleibt am Ball. Aber fragen Sie doch mal selbst „Ihre(n) Volksvertreter(in)“ im Bundes- oder Landtag, wie er/sie es mit der Impfpflicht hält und was sie/er überhaupt darüber weiß. Die Sprechstunden finden Sie im Internet. Wird bestimmt spannend!

von Uwe Kranz

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