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Ich habe Angst direkt als rechts diffamiert zu werden nur, weil ich eine andere Meinung habe. 

 28. Oktober 2020

von  Buergermeinungen

Hallo Welt,
normalerweise werde ich eher selten politisch und das hat einen einfachen Grund: ich habe Angst direkt als rechts diffamiert zu werden und das nur, weil ich eine andere Meinung habe, als der Mainstream. Mittlerweile bin ich es jedoch leid zu sehen, in welche Richtung sich Deutschland seit Jahren entwickelt und wie (teils) undurchdacht die Meinung vor allem meiner Altersgruppe doch ist.

In einer perfekten Welt ist jeder Mensch gleich und jedes Menschenleben gleich viel wert. Unterschieden werden sollte weder nach Aussehen, noch nach Religion, Sexualität oder sonst einem Parameter – denn jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf seine Form des Freiseins. Frei sein bedeutet auch, sich seine Heimat aussuchen zu können und in der ganzen Welt zuhause sein zu dürfen, eine Welt, in der es keine Grenzen bedarf und in der alle gerne zusammen leben wollen. In dieser perfekten Welt leben wir jedoch nicht.


Jedes Land auf der Welt hat seine Geschichte. Zwar basiert diese meist auf Unterdrückung und der Inanspruchnahme von Territorien durch Kämpfe und Kriege, so entwickelte sich jedoch die Gesellschaft in der wir heute leben. Eine, für die unsere Generation auf der einen Seite nichts kann, jedoch auch eine, der wir unser Leben im Überfluss verdanken. Eine, für die jedoch auch hart gearbeitet wurde und zu der jeder einzelne Bürger irgendwo seinen Teil beigetragen hat. Ganz nebenbei entstand eine Form der Kultur, welche untrennbar mit der Gesellschaft verbunden ist. Diese wurde vor allem nach dem zweiten Weltkrieg durch die Helfenden des Wiederaufbaus verändert (sie entwickelt sich schließlich stets weiter), man hat damals jedoch gelernt Hand in Hand zu agieren.

Als meine Eltern damals nach dem Mauerfall aus einem Nachbarland nach Deutschland kamen, war im Vorhinein alles geregelt: man beantragte Asyl, kam über die Grenze, lebte im (ebenfalls menschenunwürdigen) Lager bis man eine Wohnung zugeteilt bekam und fing dann an die Kaufhäuser zu putzen, um zu überleben. Vom Staat gab es damals bis auf Notunterkunft und Essen nur etwas (heute nennen wir es Hartz IV), wenn man zuvor in seinem Herkunftsland gearbeitet hat. Es gab keine von Deutschland organisierten Flüge, keine Fahrten und auch keine Telefone, um in Kontakt mit der Familie zu treten – maximal Deutschkurse für den Start, danach musste man schauen.

Meine Eltern waren damals sogenannte Spätaussiedler und mussten selber Geld dazuzahlen, um schneller in die Wirtschaft aufgenommen zu werden. Niemand hat sie gezwungen hierher zu kommen, genauso wie es auch heute der Fall ist. Aus Gesprächen mit älteren Bürgern unseres Landes weiß ich, wie damals der erste Schüler mit Migrationshintergrund eingeschult wurde – und wie es beispielsweise im Religionsunterricht war. Er musste entscheiden, ob er katholisch oder evangelisch gelehrt wird, er musste sich anpassen, was absolut normal und richtig ist – denn Deutschland ist immer noch Deutschland.
Ich schreibe das, weil die Entwicklung der letzten Jahre etwas anderes zeigt und nur weiter die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt. Eine Entwicklung vor der ich persönlich Angst habe.

Es ist nun mal so, dass der Flüchtlingsstrom eine wahre Goldgrube ist: Reisebusse werden organisiert, um von einer Grenze zur nächsten zu gelangen, Essen in Heime geliefert und das teilweise zum dreifachen Preis und so weiter und sofort. Das Problem liegt schon in der Grenzübertretung: Soldaten standen bereit um sie zu schützen, vor allem die Ausweise zu kontrollieren und mussten tatenlos zusehen, wie immer mehr kamen, während in Berlin weiterhin debattiert wurde. Das ist illegal, aber für die meisten Deutschen (so scheint es mir) egal. Ich meine: versucht mal irgendwo eine Grenze zu überqueren und schaut was dann mit euch passiert…

Es ist kein Wunder, dass sich aus den mit diesem Akt unzufriedenen Bürgern eine neue Partei entwickelt hat, über die von Anfang an nur hergezogen wurde. Natürlich ist sie aufgrund von Neonazis und dem Negieren des Klimaproblems nicht wählbar. Sie zeigt jedoch recht einfach auf, dass ein großer Teil Deutschlands einige Probleme im Land sieht (marode Schulen, veraltete Krankenhäuser, kaputte Straßen, …), welche seit Jahren kaum behandelt werden – und dass ein großer Teil Deutschlands unzufrieden mit der Migrationspolitik ist.

Es ist ebenfalls kein Wunder, dass sie niedergemacht wird, da sie einfach nicht ins gewünschte Bild passt – so viel zum Thema des offenen Deutschlands, in dem jeder so sein kann wie er will.
(Seid ihr mal auf die Idee gekommen, dass das Attentat in Hanau bewusst nicht als rechter Terror eingestuft wurde, um die Diskussion weiterhin zu befeuern?) Das wahre Problem – und das ist das, was mich persönlich triggert – ist folgendes:

Wenn ich in meiner Heimat bin und Krieg ausbricht, dann kämpfe ich in diesem Krieg. Wenn ich Pazifist bin und Gewalt ablehne, dann verschwinde ich in Sicherheit (also maximal hinter eine Ländergrenze, außer es ist ein Weltkrieg), warte diesen Krieg ab und kehre zurück, um wieder aufzubauen. Ich käme nicht im Traum auf die Idee als Deutscher in Japan anzurufen und zu sagen: hey, hier ist Krieg, ich komme zu euch. Noch weniger würde ich einfach dorthin laufen, zur Insel schwimmen und sagen: ich bin jetzt hier, gebt mir Geld (mehr als viele Rentner/Hartz IV Empfänger/Studenten), Essen und Unterkunft – achja und ein Handy und Internet will ich auch noch. Das ist absolut ehrlos und in unserer Kultur unvorstellbar. Wir wurden (hoffentlich) einen anderen Umgang gelehrt und kämen niemals auf diese Idee – ihr könnt schließlich eure Großeltern fragen, wie das damals war.

2015 hatte ich dieselbe Meinung wie der Großteil meiner Generation heute noch: Ja wir müssen helfen, ja wir sollten Ihnen das alles ermöglichen – wir haben schließlich irgendwo genug (oder auch zu viel). Wenn ich mir die Unterkünfte allerdings so anschaue (diese sind deutlich besser als die damaligen bei der Ankunft meiner Eltern) (und ja ich hab einige gesehen, habe auch genügend integrierte Migranten kennengelernt und sie haben mir zugestimmt), sind die meisten Insassen vorzugsweise Männer. Wie kann das sein?
Wieso wurden LKW Fahrer mit Steinen beworfen, wenn sie in die EU einfahren? (Sie wollten um jeden Preis einreisen) Und wieso ist es Europas Aufgabe den Süden zu retten?

(Weil wir mitverantwortlich sind für den Krieg, der so gut wie vorbei ist, das weiß ich – aber dafür kann der Bürger im Endeffekt nichts, außer, dass er die falsche Partei gewählt hat. Die Mitte importiert schließlich Waffen und verantwortet sich weiterhin nicht wirklich für diese Art der Politik. Die Grünen sorgen nur für Verbote: der Gedanke ans Klima ist zwar richtig, die Ausführung dafür absolut undurchdacht (E Autos werden dank Prämie geleast, bekommen Zuschüsse und werden nicht geladen, weil es keine Tankstellen für sie gibt; unbegrenzt auf der Autobahn soll verboten werden, weil angeblich zu viele Unfälle dort stattfinden, wobei es deutlich mehr auf Landstraßen gibt und sich einfach nicht an Gesetze gehalten wird (Lösung: Führerschein alle 10 Jahre erneuern); Kohle- & Atomkraftwerke werden abgeschafft, während eine Gaspipeline aus Russland nach Deutschland gebaut und Atomstrom aus Frankreich importiert wird, aber „wir haben Ökostrom“, obwohl es diesen in Deutschland überhaupt nicht gibt. Bei die Linke reicht es sich ihre Historie anzuschauen und die FDP ist mittlerweile keiner Rede wert. Die Partei ist z.B. von der Idee nett & zeigt Probleme auf, verschwendet allerdings im Endeffekt auch nur Steuergelder, statt richtige Politik zu betreiben und nach Lösungen zu suchen…)

Europa zeigt sich weltoffen, ist es im Endeffekt auch für Leute, die den richtigen Weg wählen und sich integrieren. Europa, also vor allem Deutschland, hat (noch) irgendwo das Geld, um zu helfen (selbst wenn der Deutsche am wenigstens Netto vom Brutto übrig hat). Wir haben auch den Platz für 5 oder 13000 Menschen, auch nur für die Kinder (um beide Extreme irgendwo zu stillen), nur was ist in zwanzig Jahren, wenn mehr dazu kommen und viele Familien gegründet werden? Bauen wir dann Heime aus und zahlen weiterhin alles brav ab?
Schlauer wäre es doch vor Ort zu helfen, den Wiederaufbau voranzutreiben und Essen an das Camp in Moria zu schicken, denn davon haben wir schließlich mehr als genug. Schlauer wäre es auch sich an geltende Gesetze zu halten und die aus dem See geretteten an ihre eigene Küste zurück zu bringen, statt hier wieder neue Diskussionen zu entfachen und zu demonstrieren.

Demonstrieren auch für diejenigen, welche die Feuer aufgrund der Corona Ausgangssperre gelegt haben, wie die griechische Regierung inzwischen mitteilte. Und auch für die Organisatoren des Migrationsstroms, die außerhalb des Camps in vergleichsweise guten Behausungen wohnen, wie man in den nun durch die eigene Dummheit zugelassenen Videos erkennen kann, was sonst durch die dortigen NGOs strikt verboten wird – denn wer will schon sagen, dass er nicht geholfen hat, weil Menschen sterben oder unmenschlich leben – wofür sie selbst verantwortlich sind (es zwingt schließlich niemand niemanden nach Moria zu kommen).

Schlauer wäre es doch auch nach einer Welt zu streben, wie sie am Anfang beschrieben wurde und alle Insassen auf alle Länder weltweit zu verteilen, statt nur nach Deutschland zu holen – doch das wird niemals zugelassen werden, denn das ist nicht die perfekte Welt in der wir leben.

Wer mich kennt weiß, dass ich jeden so akzeptiere wie er ist und dass ich auch nach den Werten der „perfekten Welt“ lebe – Menschen zu helfen und dabei jedoch seine eigenen Vorstellungen zu bewahren steht dabei an erster Stelle. Ich bin jedoch auch ein Verfechter davon Logik walten zu lassen und so gut wie alles zu Hinterfragen, um (aus meiner Sicht) richtige, bessere Ergebnisse zu erhalten.

Seb

Nachtrag:
Das, was in Moria abgeht, ist absolut menschenunwürdig und sollte selbstverständlich nicht so sein. Die Frage ist: wenn Russland, Amerika, im Endeffekt „unsere“ Welt verantwortlich für die Kriege sind – wieso soll gerade Deutschland und nicht „alle“ die Folgen zu spüren bekommen? Wieso lässt man das zu?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Meinung des Verfassers.
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  • Hallo Seb,
    warum Angst haben als Rechter bezeichnet zu werden? Weil die Medien Rechte immer als die Bösen diffamieren? Mir ging es wie Ihnen. Inzwischen stehe ich dazu ein Rechter zu sein.
    Denn die Konservativen sind heute die Rechten. Die CDU/CSU waren immer als eine RECHTE Partei bezeichnet worden. Und daran fanden die Medien nichts Schlimmes, im Gegenteil.
    Ich gehörte in meiner Studentenzeit (nicht Studierendenzeit) zu den linken JUSOS. Ich habe mich mit meinen Eltern politisch „gefetzt“ weil sie CDU-Wähler waren. Mit zunehmendem Alter und beruflichen Erfahrungen hat sich meine politische Denkweise gewandelt. Ich habe mich den Konservativen politisch näher gefühlt. Und das ist bis heute so. Und wenn die Konservativen und Patrioten durch die erbärmliche Politik der CDU/CSU jetzt als RECHTE bezeichnet werden, dann gehöre ich dazu.
    Dieses Land „Bundesrepublik Deutschland“ ist durch die Arbeit unserer Eltern und meiner Generation zu einem wirtschaftsstarken Land und gewissem Wohlstand aufgebaut worden. Ich war und bin für die Soziale Marktwirtschaft. Leider ist die nicht mehr so sozial.
    Es gab mal die Losung der 68-er Bewegung. „Der lange Marsch durch die Institutionen“. Das ist den Linken gelungen. Die Universitäten und Hochschulen und Schlüsselpositionen in den Ämtern wurden mit linlen 68-ern durchflutet. Und die späteren Generationen wurden in den Schulen und zuhause durch solche Ideologen geprägt. Das Ergebnis haben wir heute. Nicht der Verstand sondern die Ideologien geben die Richtung an.

    Es gäbe noch einiges zu schreiben. Ich möchte es aber dabei belassen.
    Sie haben vieles in dem langen Artikel richtig beschrieben. Haben Sie bitte keine Angst ein (GE-)RECHTER zu sein.
    Liebe Grüße

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