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Kandidaten-Lotterie! 

 15. April 2021

von  Matthias Matussek

Selbst wenn er sitzt, gibt er breitbeinige Interviews, das meinten die Chefs von Bild, die Markus Söder Anfang der Woche zu seinen Kanzlerambitionen interviewten.

Markus Söder kann das, und wenn es sein muss, würde er sich auch Gummistiefel anziehen wie Kanzler Schröder einstmals in der Flutkatastrophe vor der Wahl.

Dieses tatkräftig und entschlossen und krisenerfahren zu wirken. Und wenn er sich neben dem verschmitzt lächelnden kleinen Rheinländer Armin Laschet aufbaut wie der Rübezahl aus den rauen Bergen, ist…ja, ist wieder nur eine Inszenierung gelungen. Theaterdonner ist Söders Lieblingsgeräusch, und seine Umfragewerte sind imposant.

Dabei hat er politisch bisher eher wenig gerissen außer einigen spektakulären Rückziehern, etwa, als er sich für die Warnung vor „Asyltouristen“ entschuldigte. Bei wem eigentlich? Bei Merkel? Beim Forsa-Institut. Bei den deutschen Opfern der „Willkommens“-Überrollungskultur?

Seine Landtagswahl hat er so hauchdünn gewonnen, dass er mit den Freien Wählern koalieren musste, um Regierungschef bleiben zu können.Doch selbst diese sind nach den ersten 100 Tagen ernüchtert. Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, kritisierte scharf: „Söder neigt mehr zu Show und Größenwahn als zu gesundem Menschenverstand. Bayerisches Weltraumprogramm und Kavallerie sind ihm wichtiger als kostenfreie Kinderbetreuung. Man kann ihn nicht alleine regieren lassen.“

Tatsächlich plant Söder eine „Bayerische Kavallerie“, also eine berittene Polizei, und stellte auch schon Pläne über das bayerische Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ vor.

Im Corona-Management dagegen hat sein Bayern keine guten Bilanzen. Mal sind Meldungen über Infizierte in Rückkehrerkontrollen erst mit großer Verspätung rausgegangen, mal fehlte es an Tests, oft lag das Alpenlandmit seinen Inzidenzwerten an der Spitze. Aber wenn es darum ging, radikale Maßnahmen zu verkünden, war Söder stets der erste und der lauteste. Ausgangssperren, Kontaktverbote, drakonische Strafen, in allem war er tonangebend. Über die Grundrechte sprach er nach Gutsherrenart – man würde sie, bei Wohlverhalten der Bevölkerung wieder erlauben, wenn er den Zeitpunkt gekommen sähe.

Seine Umarmungen den Grünen dagegen könnten Zweifel aufkommen lassen, ob er der geeignete Mann ist, gegen genau diese den aggressiven Wahlkampf führen zu wollen, der nötig wäre, um die ganz reale Gefahr einer linken Koalition unter Führung der Grünen zu verhindern.

Er umarmt Bäume. Er warnst vor der AfD und verfügt Kontaktverbote zu deren Mitgliedern. Selbst die konservative parteiinterne Werte-Union bekämpft er wie ein Mullah der grünlinken Antifa-Ideologie.

Selbstverständlich ist er Klima-Aktivist. Er will den Kauf klimafreundliche E-Autos mit Prämien fördern – sein gepanzerter 7er-BMW ist dagegendas bei weitem dreckigste Auto der Staatskanzlei.

Als er den Grünen auch in der Quotendebatte folgen wollte, stellte sich seine Basis quer. Selbst Frauenverbands-Sprecherinnen hauten ihm um die Ohren, dass eine Quote für Frauen in den Parteiämtern als Erniedrigung verstanden werde.

Wahrscheinlich gibt es nichts Peinlicheres, als einen Opportunisten, dem der Oppotunismus aufgedeckt wird wie ein Set gezinkter Karten.

Aber in seinem Machtwillen ist er ungebremst. Wie er seinen Ziehvater Seehofer aus dem Weg räumte, das hatte schon machiavellistisches Format.

Nun also will er sich gegen Armin Laschet, den Kandidaten der größeren Schwesterpartei CDU, in der Kanzlerfrage durchsetzen. Er wird nicht müde, von „seinem Freund Armin“ zu sprechen, worauf jener stets zurücklächelt, als hätte er in eine Zitrone gebissen.

Dabei dürfte mittlerweile klar sein – und Hessens Schwergewicht Volker Bouffier ist damit vor die Presse getreten – dass das Präsidium der CDU hinter Laschet steht, der schließlich die parteiinterne Wahl für die Kanzlerkandidatur für sich entschieden hat. Söder wird noch ein bißchen stänkern und herumdaddeln und dann nachgeben.

Zum Wohle der Gesamtpartei.

Im Übrigen ist nicht gesagt, dass Armin Laschet, den viele als zu weich empfinden und den der Spiegel schon zur Clownsfigur heruntergeschrieben hat, nicht doch der genau richtige Kandidat im Kampf gegen die grünen Rivalen ist: Er, der sich im SPD-Stammland durchgesetzt hat, wird den grünen Träumern vorrechnen, dass der Erhalt von Arbeitsplätzen wichtiger ist als der von Brutplätzen von Borkenkäfern und Fröschen. Er wird Statur gewinnen, weil er sich von Merkels grünen Sympathien im Kampf gegen die Grünen emanzipieren muss.

Und er wird auf seine versöhnliche Art sehr viel besser das stalinistische Unterfutter der grünen Politkommissare mit ihrer Verbotspolitik verdeutlichen können.

Diese wollen am kommenden Montag ihren Spitzenkandidaten verkünden. Habeck oder Baerbock? Der philosophierende Dreitagebart gegen die niedliche Mollige, die glaubt, dass man den Strom im Netz speichern kann und dass auf rätselhafte weise irgendwelche Kobolde an diesem Prozess beteiligt sind.

Beide stehen für eine kompromisslose Klima-Politik und eine Energiewende, die der Bund der Steuerzahler jüngst als großen finanziellen Humbug entblättert hat. Die Zahlen hauen nicht hin. Für die von den Grünen zu Grunde gelegten Messdaten sind nur die jeweils günstigsten genommen worden, Ausfälle wurden nicht berücksichtigt.

So kann man als unparteiisch Außenstehender, der sich die Grünen auf den Mars wünscht statt in die Regierung, nur hoffen, dass sich die Partei – Frauenquote! – für Annalena Baerbock entscheidet.

Die ist noch ahnungsloser als der Jugendbuchautor Habeck und wird die Talkrunden und Kandidatenbefragungen selbst mit Unterstützung ihrer Kobolde kaum überstehen gegen einen regierungserfahrenen Profi wie Laschet.

Von Matthias Matussek

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