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Karl Lauterbach wird Gesundheitsminister – Wie kann die FDP das mittragen? 

 10. Dezember 2021

von  Niklas Lotz

Die Diskussion, ob Karl Lauterbach Gesundheitsminister werden sollte oder nicht, prägte die letzten Wochen wie nichts anderes sonst. Keine Person spaltet die Bevölkerung mehr, keine Besetzung der Regierung war umstrittener. Nun ist es also entschieden – Und Karl Lauterbach hat es tatsächlich geschafft. Ihn abzulehnen hat nichts mit persönlicher Antipathie zu tun, wie von seinen Fans gerne unterstellt. Viel mehr muss man objektiv feststellen, dass die Spaltung gefährlich ist, für die dieser Mann sorgt. Wie kann die FDP ihn als Minister nur mittragen?

Nein, Karl Lauterbach ist kein Sympathieträger und wir müssen hier gar nicht so tun, als wäre dem so. Allerdings ist Jens Spahn das auch nicht und im Gegensatz zu Spahn hat Lauterbach wenigstens einen medizinischen Hintergrund. Rein fachlich könnte er als Gesundheitsminister ja gar nicht schlechter performen, oder? Nun, das Problem bei Karl Lauterbach ist nicht seine fachliche Eignung, sondern seine politische. Tatsächlich kann auch ein fachfremder Politiker passabel regieren, wenn er ein gutes Allgemeinwissen und einen scharfen Verstand hat, die richtigen Berater regeln das dann schon. Nein, bei einem guten Politiker kommt es vor allem darauf an, dass er Politik versteht.

Politik ist das Zusammenspiel verschiedener Interessen, die Berücksichtigung verschiedener gesellschaftlicher Faktoren und das Finden von Lösungen, die gesamtgesellschaftlich möglichst gut akzeptiert werden. Ein Beispiel gefällig? Natürlich könnte man in der Corona-Politik alle geforderten harten Maßnahmen von Medizinern sofort umsetzen, diese sind ja vom Fach und müssen es besser wissen.Natürlich würde man so auch die Infektionszahlen senken, keine Frage. Aber was würde das mit unserer Gesellschaft machen? Wir sind nun mal kein Volk aus Virologen und gut versorgten Professoren, sondern wir sind Bürokaufleute, Handwerker, Bäcker und Kleinunternehmer. Wir haben noch andere Bedürfnisse, Sorgen und Nöte als das Coronavirus und wir wollen nicht nur das Virus bekämpfen, sondern unser tägliches Leben möglichst gut bestreiten. 

Natürlich senken Kontaktbeschränkungen die Infektionszahlen, aber sie machen einsam und psychisch krank. Natürlich können Lockdowns kurzfristig das Infektionsgeschehen eindämmen, aber sie zerstören langfristig wirtschaftliche Existenzen. Natürlich kann man aus wissenschaftlicher Sicht wegen Corona alles verbieten – Aber wozu soll man das aus menschlicher Sicht noch leben? Keine Freude, keine Erlebnisse, keine neuen Menschen und für all diejenigen, die noch nicht fest im Leben stehen, auch keine Familie und kein Fortschritt im Leben. Ethisch ist das nicht, egal wie groß der Nutzen beim Thema Corona ist.

Nun zum Punkt, warum diese Analyse Karl Lauterbach als unqualifiziert einstuft: Wie eingangs erwähnt keineswegs wegen seiner fachlichen Eignung, sondern wegen genau der eben beschriebenen politischen. Karl Lauterbach fordert seit Jahren den härtesten Lockdown, die meisten Beschränkungen, die krassesten Verbote und den strengsten Kurs. Dabei bezieht er sich immer auf den medizinischen Sinn, der gesamtgesellschaftliche Kontext spielt in seinen Überlegungen so gut wie nie eine Rolle und bei der Entscheidung wird er quasi gar nicht berücksichtigt.

Düster könnte man auch formulieren, mit Karl Lauterbach ist der Notstand für immer garantiert. Unvorstellbar scheint es, dass die Situation diesem Mann je wieder entspannt genug vorkommt, um einen Freedom Day auszurufen. Das einzig Gute bei den apokalyptischen Warnungen und Forderungen von Lauterbach in den letzten zwei Jahren war, dass der Mann absolut nichts zu entscheiden hatte. Wenn genau das sich nun umkehrt und er quasi das mächtigste Amt in einer Pandemie innehat, dann könnten all seine radikalen Ideen schon sehr bald Realität werden.

In der Praxis bedeutet das eine noch stärkere Diskriminierung von Ungeimpften, eine Impfpflicht für alle und zwar permanent mit immer wieder neuen Boostern, Lockdowns wann immer die Zahlen minimal steigen, drakonische Strafen für Regelbrecher und eine politische Linie, die auf Angst und Panik aufgebaut ist. Mit Karl Lauterbach erhält die personifizierte Unfreiheit Einzug ins Gesundheitsministerium, die Amtszeit von Jens Spahn war der reinste Kindergeburtstag dagegen.

Man stellt sich hier eigentlich nur eine Frage: Wie kann die FDP diese Personalie mittragen? Mit Freiheit als Thema einen Wahlkampf führen, erfolgreich sein und dann den größten Freiheitsfeind als Gesundheitsminister mittragen? Spätestens jetzt dürften der FDP die Wähler in Scharen davonlaufen. Allerdings passt das ja auch ganz gut zu Lindners Wortbruch bei der Impfpflicht und zu der Lüge vom Freedom Day, die FDP denkt sich offensichtlich: Wenn schon die eigenen Wähler betrügen, dann aber richtig! Der Unmut in der Bevölkerung wird nun unwillkürlich mit jedem Tag weiter steigen, das kann man als psychologischen Effekt eines Karl Lauterbachs an der Macht schon sicher vorhersagen. Aber die nächsten Jahre seiner Amtszeit könnten düster werden, sehr sehr düster. 

Von Niklas Lotz (neverforgetniki)

Diesen Artikel gibt es für Sehgeschädigte auch als Podcast unter:
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