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Kirchen pro Flüchtlinge 

 5. August 2020

von  Lukas Mihr

Jüngst äußerten sich evangelische und katholische Kirche zur Flüchtlingssituation in Deutschland: In den vergangenen fünf Jahren habe sich viel bewegt. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm betonte, dass knapp die Hälfte der Flüchtlinge mittlerweile einen festen Arbeits- oder zumindest einen Ausbildungsplatz habe. Der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, bis vor kurzem noch Vorsitzender der Bischofskonferenz, fügte hinzu, dass sich Befürchtungen über einen Anstieg der Kriminalität nicht bewahrheitet hätten. Schon 2016 hatte der Kölner Erzbischof Rainer Kardinal Woelki öffentlichkeitswirksam einen Gottesdienst in einem Holzboot, das das Mittelmeer überquert hatte, gefeiert.

Bedford-Strohms Zahlenangaben klingen sehr optimistisch, auch wenn sie großzügig aufgerundet sind, denn die letzten Erhebungen sehen 44 Prozent aller Flüchtlinge in einem „festen Arbeitsverhältnis“. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Wenn die eine Hälfte der Flüchtlinge arbeitet, tut es die andere Hälfte offensichtlich nicht. An das Märchen der vielen syrischen Ärzte und Ingenieure, die die deutsche Wirtschaft ankurbeln, glaubt heute niemand mehr ernsthaft.

Marx‘ Aussage, dass „unser Gemeinwesen nicht von Migranten, sondern von Rechtsaußen“ bedroht wird, wäre wesentlich glaubhafter, wenn nicht immer wieder von sogenannten Schutzsuchenden begangene, grauenhafte Verbrechen die Öffentlichkeit bewegten – wie gerade wieder der Freiburger Vergewaltigungsfall, bei dem sich eine Gruppe hauptsächlich syrischer Männer über eine junge Frau hergemacht hatte. Auch die „Partyszene“ in Stuttgart und Frankfurt trägt nicht eben zum Bild von friedfertigen Migranten bei. Ganz zu schweigen vom Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 in Berlin durch den Tunesier Anis Amri, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen.

Natürlich betont die Kirche, nur aus Nächstenliebe zu handeln. Menschen, die vor Krieg, Terror und Hungersnot fliehen, hätten jede Hilfe nötig. Und so wurden viele Flüchtlinge auch von Einrichtungen der Caritas und Diakonie betreut. Aber ist das große Engagement der Kirchen wirklich so uneigennützig wie oft betont?

Der damalige bayrische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron hatte 2016 die Haltung der Bischöfe scharf kritisiert. Die Sozialkonzerne Diakonie und Caritas würden Milliarden mit ihrem Flüchtlingsengagement verdienen. Und tatsächlich: Mieten für kirchliche Flüchtlingsheime werden nicht von der Kirche selbst, sondern von den Kommunen bezahlt.Beide Kirchen sind, vor allem in Gestalt ihrer Sozialverbände Diakonie und Caritas, gleich nach dem öffentlichen Dienst der größte Arbeitgeber Deutschlands. Das Wort „Sozialkonzern“ hat also durchaus seine Berechtigung. Wer mehr als eine Million Mitarbeiter beschäftigt, kommt nicht umhin, auch gewinnorientiert zu denken.

Trotzdem haben die Kirchen erfolgreich das Bild in der Gesellschaft verankert, bettelarm zu sein. Nicht ohne Erfolg rufen sie immer wieder zu Spendenaktionen auf. Dabei würde es das Bild nur trüben, wenn der riesige kirchliche Reichtum publik würde. Gerade durch die große Zahl ihrer Mitarbeiter und ihre Immobilienbeteiligungen verfügen beide Kirchen laut dem Politologen Carsten Frerk über ein Vermögen von knapp einer halben Billion Euro.

Da wäre es doch ein leichtes, die kirchlichen Schulen und Krankenhäuser zu finanzieren. Aber weit gefehlt: trotz kirchlicher Trägerschaft und einem exklusiven kirchlichen Arbeitsrecht werden diese Einrichtungen weitgehend vom Staat gezahlt. Die staatlichen Zuwendungen ergeben sich nicht allein aus der Kirchensteuer, sondern auch aus dem allgemeinen Etat. Indirekt finanzieren so auch nichtgläubige Steuerzahler die beiden Kirchen.

Die Staatsleistungen gehen zurück auf den Reichsdeputationshauptschluss aus dem Jahr 1803. Damals waren viele kirchliche Territorien säkularisiert, also weltlichen Herrschern übertragen worden. Als Entschädigung sollten finanzielle Zahlungen geleistet werden. Eigentlich sah schon die Verfassung der Weimarer Republik ein Ende dieser Staatsleistungen vor, doch seit mehr als einem Jahrhundert hat sich nichts getan.So erklärt sich dann auch, warum die Kirchen so fest an der Seite der Regierung stehen. Denn man will wohl kaum einen Anlass liefern, das eigentlich schon längst fällige Ende der Staatsleistungen zu beschleunigen.

Vermutlich ist noch ein weiterer Grund für die migrationsfreundliche und vor allem pro-islamische Haltung beider Kirchen ausschlaggebend: In etwa zehn Jahren wird die Zahl der Konfessionslosen die 50-Prozent-Marke überschreiten. Deutschland wäre damit ein mehrheitlich areligiöses Land. Die Frage nach der Trennung von Kirche und Staat würde sich umso dringender stellen. Durch die islamische Einwanderung lässt sich dieser Trend zumindest noch um einige Jahre in die Zukunft verschieben.Immer wieder stellten sich Kirchenvertreter in den letzten Jahren demonstrativ an die Seite des Islam. Denn wer auf die Idee kommt, diesem seine Sonderrechte abzusprechen, der müsste zwangsläufig auch den Status der christlichen Kirchen hinterfragen. Nach Jahrhunderten, in denen sich beide Religionen untereinander bekriegten, ist nun die Religionslosigkeit der gemeinsame Feind.

Beispiele für diese Haltung gibt es viele:

Die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen im Jahr 2005 durch dänische Zeitungen wurde vom Vatikan verurteilt. Sie stellten eine Beleidigung religiöser Gefühle dar.

2012 hatte das Kölner Landgericht die Praxis der Beschneidung als Körperverletzung gewertet. Evangelische und katholische Kirche kritisierten das Urteil, da es in die Religionsfreiheit jüdischer und islamischer Eltern eingreife. Dass die Beschneidung die körperliche Unversehrtheit jüdischer und islamischer Kinder angreift, war da nebensächlich.

Gerichtsurteile, die Lehrerinnen das Tragen des Kopftuchs erlauben, wurden ebenfalls von beiden Kirchen begrüßt. Auch gibt es Unterstützung für die Einrichtung eines islamischen Religionsunterrichts in den Schulen. Das Zentralkomitee der Katholiken machte sich jüngst auch für die Einführung eines islamischen Feiertags in Deutschland stark.Im Jahr 2000 plante die Unionsfraktion den Blasphemieparagraphen 166 zu verschärfen. Um dieser Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, wurden 2001 zu einer Anhörung nicht nur Vertreter von evangelischer und katholischer Kirche geladen, sondern auch Muslime und Juden. So sollte religiöse Einigkeit demonstriert werden – denn schließlich galt es, die jeweiligen Götter vor Hohn und Spott zu schützen. Anwesend war auch der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland, Ahmad Al-Khalifa, in dessen Moschee-Gemeinde Hintermänner des Anschlags auf das World Trade Center 1993 verkehrten.

Die Distanzlosigkeit der Kirchen gegenüber Intoleranz und Extremismus im Namen grenzenloser Offenheit, ebenso wie ihre taktische Unterwürfigkeit gegenüber dem Islam war schon vor 20 Jahren ein Problem. Es ist seitdem nicht besser geworden, im Gegenteil. Umso mehr empfiehlt es sich heute, die kirchliche Nächstenliebe mit einer gehörigen Portion Skepsis zu beobachten.

von Lukas Mihr


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