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LPT-Tierversuchslabor darf wieder öffnen: Ausgerechnet Hamburgs Rot-Grün-Regierung fällt dem Tierschutz in den Rücken 

 26. August 2020

von  Daniel Matissek

Groß war im vergangenen Jahr das weltweite Entsetzen, als Tierrechtsaktivisten des 2013 in Augsburg gegründeten Vereins „SOKO Tierschutz“ enthüllten, dass in drei Laboren des Unternehmens LPT (Laboratory of Pharmakology and Toxicology) in Norddeutschland zum Teil grausame Tierversuche durchgeführt wurden: In Hamburg-Neugraben, im niedersächsischen Minenbüttel im schleswig-holsteinischen Löhndorf wurde im Zuge einer gemeinsam mit Undercover-Agenten und couragierten Whistleblowern durchgeführten Untersuchung nachgewiesen, dass in den fraglichen Laboren Versuchstieren unsägliches Leid zugefügt wurde – ohne Einhaltung von Standards und bei offenkundiger Verfälschung von Studien. Die Behörden wollten oder konnten dem ethisch und rechtlich mehr als zweifelhaften Treiben der LPT-Wissenschaftler anscheinend jahrelang kein Einhalt gebieten.

Nachdem im Netz erschütternde Fotos von an der Wand festgezurrten Affen zirkulierten, denen Infusionen und Spritzen gesetzt wurden, kam es zu den größten Tierschutzprotesten der deutschen Geschichte mit über 15.000 Demonstranten. Nach Einleitung mehrerer Strafverfahren wurden die inkriminierten Labore in Hamburg und Niedersachsen geschlossen.

Nun jedoch, kein Jahr später, erlaubt ausgerechnet die rot-grüne Hamburger Landesregierung die Wiedereröffnung des LPT-Labors in Neugraben. Die Auswechselung von Laborleitung und Personal sind für die Genehmigungsbehörden der Hansestadt anscheinend ausreichende Maßnahmen, um eine Wiedereröffnung zu gestatten und fortan „Vertrauen“ in die Gesetzestreue und Einhaltung von Tierschutzbestimmungen durch das Unternehmen zu setzen – und das, obwohl das Strafverfahren gegen die Verantwortlichen aufgrund der mutmaßlichen Studienverfälschungen noch immer läuft.

Anscheinend knickte der Senat auf die Klage der LPT gegen die Schließung hin ein – ohne sich für die Belange eines engagierten Tierschutzes starkzumachend. Insbesondere für die Grünen, die sich doch angeblich „kompromisslos“ für Tierrechte einsetzen, ist dies eine Blamage. Die „SOKO Tierschutz“ findet denn auch deutliche Worte für die Hamburger Landespolitik: „Das zeigt, dass im rot-grünen Hamburg der Profit mit überholten Tierversuchen vor dem Schutz der Menschen und Tiere steht.“

Die Tierschützer glauben nicht daran, dass LPT (die sie als „Schande der Arzneimittelentwicklung und für den Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschland“ titulieren) künftig die Standards zum Tierschutz einhält, und bezeichnet die angekündigten „Verbesserungen“ im Labor als „reine Kosmetik“; Anlass genug eigentlich für den Hamburger Senat, seine Entscheidung nochmals zu überdenken.

Klartext

von Daniel Matissek

(Foto: Soko Tierschutz /Cruelty Free International)

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  • Gut, dass darüber informiert wird. Schön wäre es, wenn gleich am Ende des Artikels ein Link zu einer entsprechenden Petition, oder die E-mail -adressen dieser tollen Rot/Grünen-Politiker eingeblendet werden würde, dass man denen mal direkt die Meinung sagen kann. Ich weiß nur nicht, wie ich diese widerlichen Kreaturen ansprechen soll. Sehr geehrte/r Frau/Herr
    .., das widerstrebt mir dann doch etwas.

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