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Schweden in Schwaben -Eigenverantwortung statt Lockdown-Diktatur 

 4. November 2020

von  Daniel Matissek

Schweden in Schwaben Eigenverantwortung statt Lockdown-Diktatur: Boris Palmer setzt in Tübingen auf einen Sonderweg

„Nichts ist beständiger als der Wandel“, diese Weisheit könnte man als Leitmotiv für den politischen Umgang mit dieser Pandemie seit ihrem Beginn Ende Februar benennen. Tatsächlich ist die Halbwertszeit der Gültigkeit all dessen, was heute noch für richtig und angemessen gilt (oder eben nicht), bald kürzer als die Inkubationszeit von Corona. Niemand scheint sich mehr daran zu stören oder zu wundern, dass dieselben Politiker binnen weniger Wochen das exakte Gegenteil dessen sagen und tun, was sie uns noch kurz zuvor als vermeintlichen wissenschaftlichen Goldstandard oder Summe der gesammelten Erfahrungswerte angepriesen haben.

So war es mit der Maske, die monatelang (und so wie im Prinzip in all den Jahren zuvor, aus durchaus sehr guten Gründen!) von praktisch der gesamten medizinisch-wissenschaftlichen Nomenklatura als Hokuspokus, als bestenfalls psychologische Krücke ohne jede praktische Schutzwirkung verworfen wurde, die dann jedoch mit einem Mal zum rettenden Allheilmittel der Pandemie avancierte und schließlich, als „alternativlose“ Zwangsmaßnahme, zum Symbol dieser Krise wurde. So war es mit den Schulschließungen, die im Frühjahr (trotz damals schon zweifelhafter Drosten-Studie) als unverzichtbar verfügt wurden, bis sie später dann als gänzlich unbedeutend fürs Infektionsgeschehen erkannt wurden. Und so war es insbesondere mit der gerade erst im September abgegeben Erklärung von Gesundheitsminister Jens Spahn, wonach „mit dem Wissen von heute“ der erste Lockdown völlig überflüssig gewesen wäre – was ihn und das „Corona-Kriegskabinett“ bekanntlich nicht abgehalten hat, nunmehr den zweiten Lockdown zu vollziehen (und diesmal aus sogar noch unlogischeren und verhältnisloseren Scheingründen als im Frühjahr).
Die Deutschen nehmen den offenkundigen Blindflug, diesen erwiesenen Dilettantismus ihrer politischen Führung stoisch hin und trösten sich damit, so sei das eben bei einem angeblich „unbekannten“ Virus und in einer „Pandemie“: Man müsse „lernen“, „umsteuern“, „auf Sicht fahren“. Vor allem aber glauben die Menschen anscheinend unbeirrt, „die da oben“ würden schon wissen, was sie tun – denn wenn es eine „bessere Lösung“ gäbe, hätten sie sie längst ergriffen.

Genau das ist der fatale Trugschluss. Denn die „bessere Lösung“ ist längst da – nur wird sie hierzulande ignoriert und kleingeredet; teils aus Trotz, des damit verbundenen Eingeständnisses wegen, auf die falsche Schiene gesetzt zu haben, teils aus Lernresistenz. Die Rede ist von Schweden dem Land, das im Frühjahr als praktisch einziger Staat der Welt auf den Totalshutdown verzichtet hatte. Die Skandinavier sind inzwischen die eindeutigen Sieger im „Wettstreit der Strategien“ – obwohl auch sie dazugelernt und ihren ursprünglichen Ansatz modifiziert haben: Diente das planmäßige „Durchlaufenlassen“ der Pandemie ursprünglich der Erlangung einer Herdenimmunität, so setzen sie inzwischen mehr auf Stratifikation der Risikogruppen: In intelligenter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse, dass das Virus erstens rasch mutiert (und insofern auch eine Immunität, wie bei Influenza, nur kurzzeitig nachhält), und es zweitens für die übergroße Mehrheit der Bevölkerung völlig harmlos ist, werden nunmehr Hochbetagte und gesundheitlich Vorbelastete besonders geschützt, derweil der Rest der Bevölkerung weiterhin normal leben und arbeiten kann.

Da man diesen besonderen Schutz für Gefährdete in der Anfangsphase der Pandemie in Schweden nicht verfolgt hatte, war es dort zunächst zu relativ hohen Todeszahlen gekommen. Dies ist bis heute praktisch das einzige, was in den etablierten deutschen Hofmedien zum schwedischen Modell zu hören und lesen ist – obwohl die Realität dieses Vorurteil längst überholt hat: Inzwischen liegt dort die Mortalität deutlich niedriger als in den „Hard-Lockdown“-Staaten West- und Südeuropas – und, am wichtigsten: Die schwedische Volkswirtschaft wurde bei alledem nicht auf dem Altar einer durchgeknallten Katastrophenpolitik geopfert. Wenn es daher einen Ausweg aus dem Dilemma der nicht sinken wollenden Fallzahlen von „Neuinfizierten“, sprich: Positiv-Getesteten geben soll (die übrigens auch im Falle einer Impfung und womöglich gar nie auf „unkritische“ Werte sinken werden), dann kann dieser nur darin liegen, zu einem zwar umsichtigen, aber deutlich gelasseneren Umgang mit Corona zu gelangen. Das haben in Deutschland bislang nur Außenseiter realisiert oder auszusprechen gewagt – unter den Virologen etwa Professor Hendrik Streeck, und in der Politik die AfD (zuletzt – wenn auch verzagt – vereinzelt auch Stimmen aus der FDP). In den medialen Mainstream drangen sie damit nicht durch: Dort dominieren, wie auch in den Talkshows, weiterhin die Kassandrarufer und Dauer-Unken von Christian Drosten bis „Karl-Jens Lauterspahn“.

Doch ausgerechnet ein Kommunalpolitiker macht jetzt Ernst – und will den schwedischen Sonderweg zumindest auf lokaler Ebene wagen: Tübingens Grünen-Oberbürgermeister Boris Palmer. Der notorische Nonkonformist lässt sich, ebenso erfrischend wie erfreulich, vom allgemeinen Katastrophengetöse nicht anstecken, sondern sucht nach tragfähigen, nachhaltigen und lebenspraktischen Möglichkeiten, mit Corona leben zu lernen. Palmer nutzt den Lockdown 2.0 konstruktiv dazu, schon einmal Innovationen auszutesten, die Senioren und Vorerkrankte in besonderem Maße schützen sollen: In seinem am Sonntag veröffentlichen „Tübinger Appell“ wirbt er für neue Schutzkonzepte, die allen die Normalität zurückgeben sollen und dabei Senioren und Risikogruppen eine Teilhabe am Leben ermöglichen – statt die Gesamtbevölkerung weiterhin einem Regiment der Entbehrungen zu unterwerfen. Alte und Vorerkrankte sollen nach Möglichkeit kein Bus mehr fahren, sondern spezielle Sammeltaxis nutzen; außerdem fordert Palmer jüngere Bürger auf, morgens auf das Einkaufen zu verzichten, damit es für Senioren spezielle Zeitkorridore gibt. Und die sozialen Kontakte zwischen den Generationen sollen speziellen Verhaltensanpassungen unterworfen werden: Abstand, Rücksichtnahme, Kontaktbegrenzungen statt Verboten, Stilllegung ganzer Branchen und faktischen Ausgangssperren. Es ist im Ergebnis eine Art „Schweden in Schwaben“, was Palmer hier umsetzen will – und sein Modell beweist eine deutlich größere Weitsicht als alles, was die destruktive, unlogische, konzeptlose und vor allem klar grundrechtswidrige Politik Angela Merkels oder Markus Söders in dieser nunmehr fast acht Monate währenden Krise hervorgebracht hat.

Herabgesetzt oder gar diskriminiert wird durch die Vorschläge des Grünen Palmer (der sich offenkundig tatsächlich in der Partei geirrt hat) übrigens niemand. Es werden nur Freiräume und sensible Zonen für Schwächere und Gefährdetere geschaffen, ohne dabei dem weniger vulnerablen Rest der Bevölkerung unterschiedslos flächendeckende, massive Einschränkungen zuzumuten. Vor allem aber bedeuten sie – sofern sich alle daran halten – eben keine wirtschaftlich verheerenden Nachteile bis hin zum Arbeitsplatzverlust oder zur Existenzvernichtungen, wie sie die potentiell bis zum Sankt Nimmerleinstag erwartbaren sporadischen Lockdowns mit sich bringen.

Noch haben Palmers Ideen – die sich mit seinen schon einmal im Sommer präsentierten Vorschlägen des „Risikogruppen-Splittings“ decken – bloßen Empfehlungscharakter und setzen auf die Eigenverantwortung der Bürger, nicht auf Zwang. Doch wenn sie sich bewähren, kommt es zum Schwur: Dann wird die Politik im Bund nämlich in Erklärungsnöte kommen, wieso sie ein autoritäres, freiheitsfeindliches Herunterfahren des Sozial- und Freizeitlebens (nicht jedoch diesmal des Arbeitslebens) einem intelligenten, flexiblen Modus Vivendi vorzieht, der allemal besser und vor allem günstiger gewesen wäre als der zweite Lockdown; ein Lockdown, der in Wahrheit so wenig „light“ ist, wie er auf diesen November beschränkt bleiben wird.

Klartext von Daniel Matissek
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