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Schweigen im Hause des Herrn – Macht sich die Kirche überflüssig? 

 10. November 2020

von  Konrad Adam

Als das Mittelalter zu Ende ging, hatte die Alleinseligmachende Kirche ihr Ziel fast erreicht. Sie hatte sich zur Weltmacht aufgeschwungen und erfreute sich der Annehmlichkeiten, die diese Welt zu bieten hat. Der Papst besaß sein eigenes Territorium, unterhielt eigene Truppen und verheiratete seine Söhne und Töchter mit den Töchtern und Söhnen des europäischen Hochadels. Das kostete, doch der Zehnte und der blühende Ablasshandel spülten genug Geld in die Kassen, um standesgemäß zu leben, Söldner anzuwerben und Diplomanten, ja sogar Könige und Kaiser zu bestechen. Die Renaissance hatte sich gelohnt, sie war die beste Zeit der alten Kirche.

Doch dann kam Luther und erinnerte die Menschen daran, dass diese Kirche sich von der, die ihrem Stifter vorgeschwebt hatte, gründlich unterschied. Er übersetzte die Bibel ins Deutsche, so dass jedermann nachlesen konnte, dass die Apostel etwas anderes gepredigt hatten als der Pfarrer auf der Kanzel. Mit seiner Lehre vom Priestertum aller Gläubigen bestritt Luther den Klerikern ihre Sonderstellung, mit seinem Kampf gegen den Ablasshandel ihre Einkünfte. Beides rührte an die Grundfesten der Kirche, den Anspruch auf Macht und Geld.

Die Evangelische Kirche Deutschenlands, die EKD, steht heute etwa da, wo seinerzeit die Römische Kirche gestanden hatte. Weltoffenheit läuft auch für sie auf das Gelüst nach Geld und Macht hinaus. Mit dem Geld hat sie Glück, von dem hat sie genug, gut sechs Milliarden aus der Kirchensteuer, Jahr für Jahr; an der Macht hapert es allerdings, die muss erborgt werden, denn einer Organisation, die sagt, was alle sagen, hört keiner zu. Deshalb sucht Heinrich Bedford-Strohm die Nähe zur Politik und blickt so stolz und glücklich, wenn er zusammen mit Frau Merkel vor die Kamera treten darf.

Die Protestanten gehen mit der Zeit. Auch bei ihnen steht die Digitalisierung ganz weit oben auf der Tagesordnung, höher jedenfalls als die Frage, ob die Kirchenaustrittswelle noch zu bändigen sei. Dazu fällt den Kirchengewaltigen nicht viel ein, nicht mehr jedenfalls als dem Geschäftsführer eines Supermarktes: die Church-Card soll die Wende bringen, der Taufschein mit Magnetstreifen, auf dem der Gläubige Treue-Punkte sammeln kann wie der Edeka-Kunde mit seiner Deutschland-Card, einzulösen nicht erst im Jenseits, sondern schon hier und heute. Das Reich der Kirche ist von dieser Welt.

Der Geist weht, wo er will, heißt es im Evangelium; leider nicht überall und nicht stetig. Manchmal herrscht Flaute und beredtes Schweigen. So immer dann, wenn ein Schutzbedürftiger, Schutzempfohlener, Schutzberechtigter seinen Glauben dadurch bezeugt, dass er Wehrlose niederschießt, absticht oder überfährt; tatsächlich dürfte der Lastwagen als Waffe neben Kopftuch und Döner die einzige kultureller Bereicherung sein, die wir dem Islam zu verdanken haben. Die Kirchen finden das zwar nicht schön, mehr als sprachloses Entsetzen bringen sie aber nicht auf, wenn es wieder einmal so weit ist; sie sind ja längst schon weiter. „Allahu Akbar“, der Ruf, mit dem die frommen Mörder ihr gottgefälliges Werk verrichten, war auch schon in evangelischen Themengottesdiensten zu hören, kann also ganz so schlimm nicht sein. Glaube ist schließlich Glaube, Heilige Schrift ist Heilige Schrift, und Gottesdient ist Gottesdienst.

„Hüten wir uns vor der Unmenschlichkeit!“ hatte der zuständige Bischof gemahnt, nachdem ein junger Muslim seine deutsche Freundin abgestochen hatte. Gemeint war damit aber nicht der Mörder, sondern die Bürger, die nicht einsehen mochten, warum sie die nackte Barbarei in Deutschland willkommen heißen sollten. So will es ja eine Ordnung, die als Rechtsordnung zu bezeichnen schwerfällt, die von den Kirchen allerdings um jeden Preis verteidigt wird, auch um den Preis von Toten. In Berlin, wo sonst, wollen sie das House of One errichten, in dem Juden, Christen und Muslime gemeinsam zu einem Gott beten können, den keiner mehr kennt.
Ob der Islam, wie manche glauben, tatsächlich die dümmste aller Religionen ist, mag dahingestellt bleiben. Dass er die blutigste ist, ist aber unbestreitbar, man lese nur den Koran, am besten Sure 4, 8 und 47, wo Allah, der Barmherzige, den Gläubigen versichert, mit welcher Freude er dem Foltern, Halsabscheiden und Verstümmeln zuschaut. Der Unterschied zum Neuen Testament liegt auf der Hand, nur eben nicht für Bedford-Strohm. Er weiß nicht, wie er selbst bekennt, ob es derselbe Gott ist, der aus dem Koran und aus der Bibel spricht.

Warum dann auf ihn hören? Eine Kirche, die so etwas nicht weiß, ist überflüssig. Als die römische Inquisition den gelehrten Giordano Bruno endlich wegen Gottlosigkeit auf den Scheiterhaufen gebracht hatte, schickte sie ein Mönchlein vor, das dem Opfer im letzten Moment den Kruzifixus vor die Nase halten sollte. Von dem sich Bruno, der die Kirche kannte, aber verachtungsvoll abgewandt haben soll. „Ja“, meinte der alte Freund, der mir die Geschichte erzählt hat, „wenn man das erst auf dem Scheiterhaufen tun, ist es natürlich zu spät“. Also beeilt euch!

Konrad Adam

Der Autor war lange Zeit bei der FAZ als Feuilletonredakteur und ehem. Chef-Korrespondent und Kolumnist der Tageszeitung „Die Welt“.

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