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Stellt die Tierquäler endlich vor Gericht! 

 23. Dezember 2020

von  Daniel Matissek

Auch zwei Jahre nach der Aufdeckung grausiger Zustände in Sachsen-Anhaltinischen Schlachthöfen gibt es keine juristische Konsequenzen.

Auch wenn ambitionierte Tierschützer in Deutschland lobenswerterweise immer wieder den Finger in die Wunde legen und unerträgliche Zustände der Tierproduktion hierzulande aufdecken, muss doch nüchtern festgestellt werden, dass eine juristische Aufarbeitung oft nur schleppend bis gar nicht erfolgt, und den für himmelschreiendste Tierrechtsverletzungen Verantwortlichen nur allzu selten der Prozess gemacht wird. Dies ist wohl auch der Grund, dass weiterhin (und noch immer viel zu oft) Defizite und Rechtsverstöße in Kauf genommen werden, um Profit auf dem Rücken wehrloser Kreaturen zu machen – und zwar quer durch die gesamte Wertschöpfungskette, von den landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben über die Tiertransporter bis hin zu Schlachthöfen und Metzgereien.

Durchaus gibt es zwar einzelne Erfolge bei der straf- und veterinärrechtlichen Verfolgung: Im Herbst 2018 hatte die „Soko Tierschutz“ zwei gravierende Skandale aufgedeckt – im niedersächsischen Bad Iburg sowie in Hohengöhrener Damm in Sachsen-Anhalt. Die Soko-Tierschützer hatten dort jeweils das illegale Schlachten kranker, schwerverletzter oder sogar sterbenden Rinder in den örtlichen Schlachtbetrieben dokumentiert. In Niedersachsen führten die anschließenden Enthüllungen zu Strafverfahren und Verurteilungen; im Bad Iburger Fall verurteilte das Amtsgericht Osnabrück zwei Fahrer von Tiertransporten, die bei der Anlieferung von offensichtlich verletzten Rindern im Schlachthof verbotene Seilwinden eingesetzt hatten. Die Ermittlungen traten eine Lawine ins Rollen. Alleine in Niedersachsen beschäftigt die illegale Praxis der in der Szene als „Kadavertaxi“ verbreiteten Tiertransporte seit Monaten die Gerichte. Inzwischen müssen sich über 100 Angeklagte verantworten – wegen tier- und veterinärrechtswidriger Arbeitsmethoden, von der unzulänglichen Sicherung der Tiere bei der Überführung über mangelnde Versorgung bis zu brutalen Verladepraktiken.

Wie selten solche gerichtlichen Etappensiege und Teilerfolge trotzdem sind (zumal sie nur die Spitze eines Eisbergs betreffen), zeigt sich etwa in Sachsen-Anhalt, dem Schauplatz des zweiten damals von der Soko Tierschutz zeitgleich aufgedeckten Falls: In Hohengöhrener Damm schloss die die zuständige Kreisverwaltung Stendal damals zwar den fraglichen Schlachtbetrieb und erstattete Anzeige – doch bis heute wartet man vergeblich auf Prozesse gegen die involvierten Tiertransportfahrer, die entsetzlich leidende Tiere durch Deutschland karrten, gegen die Schlachter, die ihre Elektroschocker immer wieder an die Schnauzen und Mäuler der geschundenen Tiere pressten, gegen die Metzger – und gegen den Amtstierarzt, der schlicht seiner Kontrollpflicht nicht nachkam und nicht einschritt, als schwer verletzte Tiere mit Winden in den Schlachtraum gezerrt wurden und ihr krankes Fleisch anschließend europaweit verkauft wurde.

All diese apokalyptischen Zustände schreien nach einer juristischen Aufarbeitung und nach harten, abschreckenden Urteilen. Bislang jedoch: Fehlanzeige. So ernst nimmt also die schwarz-rot-grünen Magdeburger Landesregierung das Thema Tierschutz? Nicht nur die Soko verlangt eine zeitnahe und angemessene gerichtliche Aufarbeitung der massiven Tierrechtsverletzungen in Hohengöhrener Damm, sondern auch immer mehr empörte Bürger.

Wer den zuständigen Behörden und der Justiz Dampf machen möchte, sollte sich direkt an die Landesregierung wenden (Kontaktformular: hier)
mit der Forderung, dass die Ermittlungen intensiviert werden – und die Verantwortlichen endlich vor Gericht gestellt werden.

von Daniel Matissek

Diesen Artikel gibt es auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=HpviWMoxbXw&feature=youtu.be
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