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Texas und Florida: Freiheit statt Lockdown! 

 10. April 2021

von  Daniel Matissek

Wenn in Deutschland über das Corona-Geschehen im Ausland berichtet wird, so fällt auf, dass fast immer nur von Staaten die Rede ist, in denen die Lage „kleiner/gleich Deutschland“, also mindestens ebenso angeblich katastrophal oder noch schlimmer ist als hierzulande. Ganz nach probatem Muster der ersten Welle, in der man uns Bergamo, New York und Madrid präsentierte als die Epizentren von Triage, kollabierenden Intensivstationen und eines Massensterbens, dem nur mehr mit Wagenkolonnen von Kühl- und Militärlastern beizukommen sei, sind es diesmal Berichte und Filmschnipsel aus Brasilien, bevorzugt aus Manaus und dem Amazonasgebiet, die uns das Fürchten lehren.

Ob es in den dortigen Kliniken vor Corona wirklich viel anders aussah, sei einmal dahingestellt; jedenfalls wird es ebenso wenig hinterfragt wie vor einem Jahr die Vergleichbarkeit des italienischen oder spanischen Gesundheitssystems mit dem deutschen. Ihre Wirkung verfehlen die Bilder jedenfalls nicht: Die Panik-Projektion dieses gezielten Medienframings verfängt auch nach 13 Monaten Pandemie noch immer genauso gut wie zu Beginn, als es erstmals um die Rechtfertigung eines Lockdowns ging.

Und während dem so auf Kurs gebrachten, per Mutationsverschüchterung erfolgreich angstdisziplinierten Durchschnittsdeutschen die Unausweichlichkeit des nächsten Knallhart-Lockdowns (der sich vom fast sechsmonatigen ununterbrochenen Dauerlockdown in seiner Schärfe nochmals deutlich unterscheiden soll) vor Augen geführt wird, wird dieser zur gleichen Zeit ahnungslos gehalten über positive Gegenbeispiele aus dem Ausland, die es ebenso gibt und in denen die Pandemie offenkundig ganz ohne staatliche Maßnahmen nebenher plätschert, ohne dass es zu der hierzulande dauerprognostizierten Apokalypse käme… und wo die Corona-Zahlen teilweise sogar deutlich günstiger sind als bei uns.

Dass inzwischen viele US-Staaten die Lockdowns mehr oder weniger beendet haben, wird hier als Nebensache von untergeordnetem Nachrichtenwert gehandelt – und das, obwohl mit den beiden Southern States Texas und Florida ausgerechnet zwei bevölkerungsreiche, verhältnismäßig dichtbesiedelte Flächenstaaten zur Avantgarde des geschmähten „No-Covid“-Blocks gehören. Was beide Staaten seit über einem Monat vorweisen können, ist nicht weniger als eine beispiellose Erfolgsstory – die eigentlich das Potenzial haben müsste, zum echten Nachrichtenknüller zu werden und so der deutschen Politik ihre ruinöse und ineffiziente Lockdownpolitik um die Ohren fliegen zu lassen. Wenn – ja wenn nicht deutsche Medienschaffende es nicht als fast schon narzisstische Kränkung erlebten und tief beleidigt wären, müssten sie ihren eigenen Irrtum eingestehen und über die Erfolge des Todfeinds berichten. Abgesehen davon, dass die erfolgreichen Gouverneure Trump-Parteifreunde sind: Wer will schon einräumen, dass nicht nur die eigenen Hiobsbotschaften durch die Realität widerlegt werden, sondern das als leichtsinnig bis wahnsinnig geschmähte Alternativmodell sogar besser funktioniert als der Failed Corona-State Deutschland? Dies hieße ja am Ende, die „Querdenker“ könnten Recht behalten!

Auch wenn sie im Mainstream totgeschwiegen wird, so ist die Wahrheit erfreulich: In Florida herrscht wieder weitgehende Vor-Corona-Normalität, in Texas sogar die vollständige: Vor genau einem Monat hatte der republikanische Gouverneur in Austin, Greg Abbott, die letzten staatlichen Restriktionen beseitigt und sogar die Maskenpflicht aufgehoben. Geschäfte, Bars, Discotheken, Freizeiteinrichtungen, Kultur: Alles läuft seitdem wieder auf 100 Prozent, und bis auf von einzelnen Counties verhängte Einschränkungen gibt es praktisch keine „epidemische Lage“ mehr. Die von den Corona-Alarmisten prophezeite Katastrophe ist schlichtweg ausgeblieben. Mehr noch: In einem engmaschigen Gesundheitsmonitoring informiert die texanische Staatsregierung täglich über die aktuelle Situation – und diese ist mehr als ermutigend. So rangiert die Klinikbelegung auf dem tiefsten Stand seit 10 Monaten, und anders als von Joe Biden geweissagt (der die Politik der Lockerungsstaaten als „rücksichtsloses Neandertalerdenken“ attackiert hatte), kam es zu keinem Anstieg, geschweige denn einer „Explosion“ der Inzidenzen – sondern die Fallzahlen sinken weiter ab. Und dass, obwohl es alle „Mutanten“, schon der geöffneten Flughäfen und Touristenströme wegen, auch in Texas geben muss (Houston ist die viertgrößte US-Metropole).

In Florida feierten letzten Monat, genauso wie im noch südlicheren Mexiko, hunderttausende US-Jugendliche ausgelassen Springbreak – in vollen Hotels, Clubs und an überfüllten Stränden. In Houston fand diese Woche gar das Heimspiel der Texas Rangers gegen die Toronto Blue Jays in der Baseball-Major-League statt – vor fast 40.000 Zuschauern! Das Leben hat den Süden zurückerobert – und Corona scheint Geschichte. Gewiss; wachsam sind die Menschen durchaus noch. Und Risikogruppen meiden – in Eigenverantwortung, nicht auf staatlichen Zwang hin – Infektionshotspots. Doch Abstand und Maske sind prinzipiell freiwillige Empfehlungen. Für die gesunde Aktivbevölkerung haben sich offensichtlich keinerlei Risiken ergeben. Wie auch, bei einer Mortalität im hundertstel Promillebereich bei den Jüngeren?

Natürlich lassen sich die Verhältnisse in den USA mit Deutschland nicht Eins zu Eins vergleichen; gewiss geht ein Teil dieses Erfolgs auf die bereits deutlich weiter fortgeschrittene Impfkampagne zurück: in den USA wurden 39 Impfdosen pro 100 Einwohnern verabreicht, in Deutschland gerade einmal lausige 14. Das bedeutet aber dennoch, dass fast zwei Drittel der Bevölkerung auch in den Staaten weiterhin ungeimpft sind (und womöglich es auch viele bleiben, da die Impfungen strikt freiwillig sind) – und doch funktionieren die Öffnungen: Nach den ersten fünf Wochen in Texas wurden nicht die „rücksichtslosen Irren“, sondern die demokratischen Zuchthauswärter Lügen gestraft, die es am liebsten den Merkels und Macron gleichgetan und US-weite Lockdowns verordnet hätten.

Was Texas und Florida hier vorexerzieren, markiert geradezu paradigmatisch den Mentalitätsunterschied zwischen einer freien und einer sozialistischen Gesellschaftsordnung: Die einen stellen Freiheit und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt staatlichen Handelns; die anderen „Sicherheit“. Wobei letzteres dann die zum „Lebensschutz“ umgedeutete Anmaßung einschließt, Menschen wie unmündige Kinder abzuschirmen, zu betreuen und zu entmündigen, um eine vorherrschende Gesinnung als Gemeinwohl durchsetzen zu können – sei es Viren- oder Klimaschutz.

Dieser Gegensatz wird auch in der Wahl der Mittel deutlich: Während bei uns die Politik autoritäre Apartheid-Maßnahmen wie die staatlich verfügte Diskriminierung Ungeimpfter fordert – etwa durch privilegierte Grundrechtsgewährung für Geimpfte -, setzt nach seinem Amtskollegen Ron DeSantis in Florida nun auch Texas-Gouvernor Abbott ein genau entgegengesetztes Zeichen für Freiheit und Bürgerrechte: Per Executive Order schloss er am Mittwoch jegliche Bestimmung aus, die „von Texanern je verlangen würde, einen Impfnachweis zu zeigen, bevor sie ein Produkt oder eine Dienstleistung erhalten“.

Wer den US-„Öffnungsstaaten“, wie hier in Europa schon seit Beginn der Pandemie den Schweden, den Vorwurf machen will, sie setzten ihre Bevölkerung einem zynischen Experiment aus und riskierten durch ein Zuviel an Freiheit das Leben Unschuldiger, die dann womöglich auf Intensivstationen verröcheln müssten – eine durch die Realität der letzten Wochen zum Glück widerlegte Vermutung! -, dem sei entgegnet: Welches Experiment wagen wir Deutschen stattdessen denn, so wie etliche andere Staaten, seit vielen Monaten? Wir fahren die Wirtschaft herunter, treiben Menschen in die Verzweiflung, nehmen gigantische Bildungs- und Entwicklungsverluste einer ganzen Generation in Kauf, ruinieren unsere Kultur und unsere Innenstädte, demoralisieren die Bevölkerung in nie gekanntem Ausmaß, indem wir ihnen alle Lebensinhalte rauben und verbieten. Der Wetteinsatz, den wir gegen die Zukunft halten, ist womöglich deutlich opferreicher als jener der Regierungen, die schon heute beginnen, „mit dem Virus zu leben“. Wenn es um Mut geht, dann ist der Mut zur Freiheit immer ehrenvoller als der Mut zur Sklaverei.

Klartext
von Daniel Matissek

Diesen Artikel gibt es für Sehgeschädigte auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=qdzv4z99cIM

Verwendete Quellen:

https://www.heimatsport.de/oberbayern/landkreis_altoetting/3956074_Fast-40-000-Fans-bei-Baseball-Partie-in-Texas-Praesident-Biden-Ein-Fehler.html

https://www.focus.de/corona-virus/covid-19-kein-lockdown-wenig-tote-grafiken-zeigen-floridas-erfolgreiche-strategie_id_13133946.html

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https://www.nytimes.com/interactive/2021/us/texas-covid-cases.html

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