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Toleranzintoleranz 

 1. September 2020

von  Alexander Heil

Hallo, liebe Freunde und Interessierte, liebe Männer, Frauen, Diverse, Veganer, Farbige, Gelbe, Rote, Linke, Rechts, Mittlere (?), Große, Kleine, Dicke, Dünne, Dumme, Schlaue, Abiturienten, Realschüler, Hauptschüler, Sonderschüler, Schulabbrecher, Ehrenamtliche, Politiker, Aktivisten, Beamte, Autofahrer, Radfahrer, Alte, Junge, Rentner, Pensionäre, Christen, Juden, Moslems, Buddhisten, Feministen, Pastafari, Rastafari, Jedi und Atheisten!

Ich habe mit Sicherheit irgendwen vergessen und auch die (manipulierende und deswegen von mir boykottierte) Gendersprache habe ich nicht benutzt. Ich hoffe, ich erhalte jetzt keinen Shitstorm von Personen, die sich benachteiligt oder nicht toleriert fühlen.

Lasst uns doch mal über „Toleranz“ sprechen! Toleranz ist ein essenzieller Baustein einer zivilisierten Gesellschaft, darin dürfte man sich einig sein, wenn man Teil einer solchen ist und sein möchte. Was aber derzeit immer schneller geschieht, ist eine Inflation und mittlerweile Perversion dieses Begriffes. Toleranz ist keine Selbstverständlichkeit unter zivilisierten Menschen mehr, sondern eine Forderung, ein Slogan, ein Schlachtruf im Krieg um nicht weniger als Egoismus und Machterhalt oder -erlangung auf Kosten der Allgemeinheit.

Scheinbar an jeder Ecke gibt es irgendwen, der sich wegen irgendetwas ausgegrenzt fühlt. In Zeiten der Digitalisierung des gesamten Lebens ist es für diese Menschen ein Leichtes, sich darüber zu empören und ihre Meinung öffentlich zu machen.

Das ist auch nicht schlecht, denn Missstände müssen bereinigt werden! Nur geht es meist nur in den Anfangszeiten einer Toleranzbewegung darum, einen Missstand zu beheben. Wenn sich daraus eine Bewegung entwickelt, die eine gewisse Größe erreicht, verlieren die propagierten Ideale sehr schnell an Stellenwert und es geht nicht mehr um Toleranz oder Gleichberechtigung, es geht um das Vernichten des „Feindes“, um einen „Machtwechsel“, um Profilierung, Aufmerksamkeit, Einfluss und nicht zuletzt um eine Sonderbehandlung – also um ganz profane Dinge, meist dieselben, gegen die die jeweilige Bewegung mal ins Leben gerufen wurde. Damit wird eine Ungleichheit und (weitere) Ausgrenzung gefördert, die diese Bewegung in ihrem Verhalten noch bestätigt. Ein Teufelskreis.

Man kann dies ganz leicht selbst testen, denn Social Media funktioniert nicht nur für Shitstorms und Aktivismus. Geht einfach mal zu Organisationen, Seiten, Communities und gebt einen der dort herrschenden Maxime entgegengesetzten Kommentar ab. Wartet dann auf die Antworten oder Reaktionen der jeweiligen Seite oder Plattform. Je nach „Toleranzgrad“ wird man entweder als „dumm“, „ungebildet“, „rechts“, „rassistisch“, „hetzerisch“ oder eben einfach nur als „intolerant“ bezeichnet oder aber gleich geblockt, damit man nicht weiter „hetzen“ kann und die Blase des jeweiligen Vereins (o.ä.) nicht gestört wird. In extremen Fällen droht man auch gerne mit rechtlichen Schritten.

Ist das Toleranz? Sicher muss sich niemand beleidigen lassen, aber darum geht es ja auch nicht. Es geht um andere Meinungen, die jeder aushalten können sollte, ja sogar MUSS, wenn eine Gesellschaft Bestand haben will. Ein Veganer erwartet mittlerweile in jedem Restaurant vegetarische Gerichte. Weigert sich ein solches Etablissement, folgt ein Shitstorm. Umgekehrt wäre es eben eine unverschämte Forderung, in einem Steakhouse eben keine vegetarischen Gerichte anzubieten.

Muslime verlangen Respekt und Toleranz für ihren Glauben, ihre Kultur und Herkunft. Wer schon einmal Personalverantwortung hatte kennt die Spielchen, die sich jedes Jahr zur Urlaubszeit beobachten lassen – gerade im gewerblichen Bereich. Da hat man tolerant zu sein, wenn 50 Prozent der Belegschaft für fünf Wochen „in die Heimat“ wollen. Gleichzeitig. Umgekehrt gibt’s dann Unmut, manchmal auch unterschwellige Drohungen, wenn man als Arbeitgeber eben nicht allen zur gleichen Zeit so lange Urlaub gewähren kann. Also fügt man sich und überbrückt die Zeit mit Aushilfskräften, sofern das möglich ist.

Die Toleranz-Armutserklärung des 1. FC Köln, der auf seinen Trikots nun die DITIB-Moschee als Zeichen der Toleranz abgebildet hat, ist eigentlich ein wunderbares Beispiel für Naivität, Egoismus und dazu noch eine Bankrotterklärung der „bunten Stadt am Rhein“. Ein Mitglied hat sich negativ darüber geäußert und ist konsequenterweise ausgetreten. Ganz normal und nichts Großes. Die Reaktion des „#effzeh“ allerdings bestand darin, dass dieser Vorfall öffentlich gemacht wurde. Man profilierte sich damit, stellte sich als weltoffen und tolerant – und gegen rechts! – dar. Toleranz einer anderen Meinung? Fehlanzeige.

Und das zieht sich durch alle Bereiche. Radfahrer erhalten eine bevorzugte Behandlung im Straßenverkehr, alle müssen auf sie Rücksicht nehmen, müssen ihr Verhalten tolerieren. Macht euch mal den Spaß und fragt einen Midlife-Crisis-Rennfahrer im Ganzkörperkondom auf der Bundesstraße, warum er nicht den – gut ausgebauten und unverstellten – Radweg benutzt, statt auf der Straße zu fahren. Mit Glück reagiert er gar nicht, oft genug darf man aber hinterher die Scheibe von den Resten der Spuckattacke säubern. Toleranz? Eigenverantwortung? Nein – hier geht’s auch nur um puren Egoismus, der durch Rücksichts- und Toleranzentscheidungen des Gesetzgebers bestätigt wird.

BLM, „Black Lives Matter“, ist wohl der aktuellste Spross der Toleranzfamilie. Keine aktuelle Bewegung fordert derzeit mehr Toleranz und Gleichberechtigung. Und sie geht dabei intoleranter vor als alles, was wir in den letzten hundert Jahren gesehen haben. Ganze Straßenzüge werden geplündert, Menschen ermordet, Berufsstände unter Generalverdacht gestellt, Familien bedroht. Die Vorfälle werden als „Reparationen“ bezeichnet und damit gerechtfertigt. Geschäfte müssen sich umbenennen, Filme und Serien werden umgeschrieben, selbst Klassiker werden zensiert oder mit „Warnhinweisen“ versehen. Große Konzerne beugen sich dem Druck der hassenden und hetzenden Aktivisten, die nach Toleranz schreien und Intoleranz leben. Sie skandieren Frieden, bringen aber nur Hass. Sie wollen angeblich Gleichberechtigung und sorgen für eine der größten gesellschaftlichen Spaltungen der letzten Jahrzehnte. Gerade an BLM sieht man, dass es höchstens am Anfang um die edlen Ziele ging. Jetzt geht es nur noch um Macht, Geld, Einfluss, Aufmerksamkeit.

Antifa und FFF sind ähnlich gelagert und alle handeln totalitär. Sie tolerieren keine andere Meinung oder Denkweise und nutzen alle Mittel – inklusive Gewalt – um Andersdenkende mundtot zu machen. Toleranz? Kann man ja mal fordern. Die Millionärskinder und Autonomen mit zu viel Zeit und zu wenig Aufmerksamkeit werden einem dann schon zeigen, wie tolerant sie sind.

HOW DARE YOU…

Ich weiß nicht, wie es euch geht – aber jedwede Organisation, Bewegung, jeder Verein oder jede Partei, die so agiert, hat keinerlei Respekt verdient. Und erst recht keine Toleranz. Toleranz wird ausgenutzt, seit Jahren und das auch immer mehr. Weil wir nicht „Nein“ sagen, weil wir Angst haben vor den Shitstorms und der gesellschaftlichen Ächtung, vor Jobverlust oder Einsamkeit. Das wissen die Aktivisten. Aber wir können etwas dagegen tun, wir müssen nur bereit sein, die Konsequenzen zu tragen, Geduld haben und Durchhalten, bis sie merken, dass wir uns nicht länger instrumentalisieren und manipulieren lassen.

Ich bin für eine Toleranzintoleranz, die wir allen entgegenbringen, die Andersdenkenden selbst keine Toleranz bieten. Boykottiert die Intoleranten, die sich hinter ihrer Maske verstecken. Lasst euch nicht einschüchtern. Wer euch nicht einstellt, weil ihr eine andere Meinung habt, wer euch aus dem Verein wirft, weil ihr selbst denkt, wer nicht mehr mit euch befreundet sein will, weil er euch nicht toleriert, der hat eure Toleranz auch nicht verdient! Trennt euch von falschen Freunden und haltet euch fern von denen, die immer nur fordern, aber selbst nichts geben.

Toleranz darf niemals zu einer Bevorzugung führen – nicht durch Schuldgefühle, nicht durch Quoten, nicht durch Kennzeichnung! Denn Toleranz ist keine Einbahnstraße.

von Alexander Heil


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