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Unser Gesundheitssystem krankt an der Jagd nach dem maximalen Profit Lösungsansätze sind gefordert. 

 21. Juni 2020

von  Peter Joecken

Und zwar dringend. Umfragen haben gezeigt, dass die Menschen in unserem Land in erster Linie dann mit unserem Gesundheitssystem zufrieden sind, wenn die Konjunktur brummt und wenn es den Leuten insgesamt gut geht. In Krisenzeiten wie diesen kann man davon ausgehen, dass die Sicht auf unsere Gesundheitsversorgung eher schlecht bis sehr schlecht ist.

Im Ranking der europäischen Nachbarn liegt unser Gesundheitssystem von zehn bewerteten Ländern lediglich auf Platz 7. Hört man unsere Politiker, sind wir „weltweit“ führend…

Die Probleme, die ich sehe, habe ich aufgezeigt und sie liegen auf dem Tisch. Reformbedarf ist mehr als genug. Der jetzigen Regierung unter Merkel die dafür dringend notwendige politische Einsicht und Handlungskraft zuzutrauen, klingt nicht nur vermessen, sie ist es auch.

In einem „neuen“ Regierungssystem, das den Boden der demokratischen Grundordnung wieder als Basis seiner Politik ernst nimmt, gilt es zunächst die grundsätzliche Ressortzuweisung vor die Systemfrage zu setzen. Die Begrifflichkeit „Volksgesundheit“ muss neu definiert werden. In ihr dürfen der Zusammenhang zwischen der Lebenseinstellung und Lebensführung der Menschen in diesem Land nicht mit den Interessen der industriellen Wirtschaftszweige verknüpft werden.

Das bedeutet, dass in erster Linie die „Volksgesundheit“ das Ziel bestimmen muss und nicht der Profit. Unser Gesundheitssystem krankt vor allem am Profitstreben der Wirtschaft, der Politik und der Lobbyisten. Diese überaus schädliche Konstellation muss durchbrochen werden.

Um das zu erreichen, müssten zwei nachhaltige Veränderungen eingeleitet werden. Die erste Veränderung wäre der Zuschnitt der Ministerien in Bund und Ländern. Das Bundesgesundheitsministerium sollte zum „Superministerium“ umgebaut werden. Ihm müssen sich die Ressorts „Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“, „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ und „Bildung und Forschung“ nachordnen.

(…wobei ich mir hier nicht die Anmerkung ersparen kann, dass ich beim Ressort „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ die Begrifflichkeit „Frauen“ streichen und durch „Menschen“ ersetzen würde)

Um dieses Ministerium effizient und nicht zu aufgebläht zur Wirkung zu bringen, bedarf es einer fachlich hoch kompetenten, mit hoher Sozialkompetenz ausgestatteten Persönlichkeit.

Sie muss integrativ, objektiv, unabhängig und durchsetzungsstark sein, gilt es doch, den Begriff „Volksgesundheit“ neu zu definieren. Denn die Definition der „Volksgesundheit“ bestimmt das Ziel der Gesundheitspolitik. Und nicht die Interessen jener, die aus dem Leben und der Gesundheit der Menschen in Deutschland gnadenlos Kapital schlagen.

Gesund zu leben bedeutet nicht, wie bisher, den Ansatz „Nur, wer krank ist, ist Teil des Systems und bringt die Industrie Gesundheitswesen in Schwung und beschert dem Staat riesige Steuereinnahmen“ zu verfolgen, sondern es bedeutet, dass man das Gesundheitsstreben der Menschen in Deutschland fördern und belohnen sollte. Dazu bedarf es aber eben der umfassenden Handlungs- und Entscheidungskompetenz eines wie von mir beschriebenen neu zugeschnittenen Ministeriums.

Denn der systemische Ansatz zur Veränderung kann nur über die Menschen erfolgen, die das Ziel, bewusst und gesund zu leben, bestimmen. (Familie, Ernährung, Bildung, Menschen und Jugend)

Das ist eine Voraussetzung, nach der sich Landwirtschaft, Forschung und Verbraucherschutz ausrichten. Maxime muss sein, dass die Menschen wieder motiviert werden, gesund zu leben. Das ist oberste Pflicht eines für die Menschen Verantwortung tragenden Staates.
Gesundheit muss sich lohnen und bei Krankheit muss der Staat seiner Fürsorge nach kommen. In ausreichender, menschenwürdiger Weise.
Und neben der, wie ich finde, sinnvollen Neugestaltung der Ministerien erreicht man eine Ausschaltung der bisher konkurrierenden, nicht miteinander kommunizierenden Ministerien. Denn zur Zeit sieht man keine zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen den Ressorts „Gesundheit“, „Ernährung“ und „Bildung“.

Selbst dem Laien dürfte diese dringende Veränderung logisch erscheinen. Warum nicht der jetzigen Regierung?

Und zum Ende meiner heutigen Ausführungen möchte ich noch zwei Dinge besonders herausstreichen. Die ministerielle Verantwortung darf nur Jenen übertragen werden, die die Fachkompetenz und fundierte berufliche Erfahrungen im Gesundheitswesen nachweisen. Ein Bankkaufmann wie Spahn könnte so niemals Gesundheitsminister werden.

Die innerhalb des Ministeriums arbeitenden Fachleute sollten nur zum Teil „hauptberufliche“ Politiker sein. Die fachliche Expertise muss aus der Praxis kommen und so immer auf der Höhe der Entwicklungen sein. Diese Verknüpfung herzustellen ist, das weiß ich, nicht einfach.

Aber es ist durchaus vorstellbar, dass ein Expertengremium innerhalb des Ministeriums mit Fachleuten ausgestattet werden kann, die Arbeit in der Praxis und Mitarbeit im Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens zu verbinden wissen. Ein Epidemiologe aus der Praxis hätte sich im Januar schon ins Flugzeug gesetzt und wäre nach China geflogen, um sich vor Ort über Ausmaß und Gefahren durch das Virus zu informieren. Das hat Lauterbach nicht erwogen…

von Peter Joecken


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