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Verharmlosung von Schlachthof-Gräueln: Die ÖDP und der Tierschutz! 

 17. März 2021

von  Daniel Matissek

In Deutschland gibt es Kleinstparteien, die es bei Wahlen regelmäßig nur unter die Minus-5-Prozent-Leichen der „Sonstigen“ schaffen, die sich dafür aber umso eifriger hehren Idealen und politischen Partikularinteressen widmen – von Familienschutz über Bibelfestigkeit bis hin zum kritischen Marxismus. Umso mehr sollte man bei diesen „Special Interest“-Vertretern, diesen politischen Splittergruppen erwarten dürfen, dass sie in ihren parteilichen Fachgebieten auch Konsequenz an den Tag legen.

Im Fall der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), die sich in ihrem Programm bekanntlich erweitertem Umweltschutz und verantwortungsvollem Umgang mit der Schöpfung verschreibt und unter anderem auch Werte wie Teilhabe und Transparenz einfordert, gilt dies ganz besonders. Dass nun ausgerechnet ein Vertreter dieser Partei gegen Tierschützer Stimmung macht und von diesen aufgedeckte, unhaltbare Zustände in Schlachthöfen leugnet und verschleiert, ist da mehr als nur ein Ärgernis. Es zeugt vielmehr von purer Heuchelei.

Genau dies passiert gerade im schwäbischen Landkreis Biberach: Dort agitiert der regional bestens vernetzte Milchbauer Peter Bloching, der für die ÖDP im Kreistag sitzt, gegen die Tierrechtsorganisation „SOKO Tierschutz“ – weil deren Aktivisten unhaltbare Zustände im Schlachthof Biberach GmbH, der zum örtlichen Metzgereibetrieb Koch gehört, dokumentiert und an die Öffentlichkeit gebracht haben. Sogar der Südwestrundfunk berichtete für „Report Mainz“ über den Fall. Im Kreistag war von Politikern aller Fraktionen auf die fortgesetzten Tierschutzverstöße (bis hin zu unsäglichen Quälereien des Schlachtviehs) nur mit den üblichen Phrasen und wolkigen Absichtserklärungen eingegangen worden; etwa mit der Forderung nach mehr Videoüberwachung oder stärkerer Präsenz von Veterinärmedizinern in dem betreffenden Schlachtbetrieb. Konkret wurde lediglich eine zusätzliche Sachbearbeiterstelle im Biberacher Veterinäramt bewilligt – zur künftigen „Entlastung“ der Tierärzte. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten.

Bloching, der nicht nur als Lokalpolitiker die Stimme vertritt, sondern als Landwirt und Tierhalter seinerseits ureigene wirtschaftliche Interessen vertritt, wollte den Tierschützern jedoch unbedingt noch eins mitgeben – und attackierte die „SOKO“ sowie die Macher des im November ausgestrahlten SWR-Fernsehbeitrags heftig. Im Anschluss an eine öffentliche Diskussion um die Situation im Schlachthof redete er sich in Rage, sprach laut „Schwäbischer Zeitung“ von nur „vermeintlichen Verstößen gegen den Tierschutz“ sowie „perfekt gefakten“ Vorwürfen, und behauptete, der SWR-Film sei „komplett zusammengeschnitten“ gewesen, unter Verwendung der „Methoden eines Horrorfilmes“.

Die angegriffenen Aktivisten verwahrten sich vehement gegen die Vorwürfe Blochers, die völlig unbegründet seien, und verwiesen auf das unzweifelhafte Beweismaterial, das den Einsatz von Elektroschocks, die Tötung nicht vollständig betäubter Tiere sowie stumpfe und rohe Gewalt gegen wehrlose Schweine und Rinder in hunderten von Filmstunden undercover dokumentiert hatte. Der ÖDP wirft die „SOKO“ vor, sie hänge offenbar „den gleichen Verschwörungstheorien an wie die schlimmsten Tierqual-Fans im Netz“. Und in der Tat: Anscheinend handelt es sich bei Blochers Verharmlosungen und Leugnungen keineswegs um verquere Ansichten und Realitätsverweigerungen einer Einzelperson, sondern vielmehr um ein Problem der Partei insgesamt. Denn auch der Geschäftsführer eines weiteren von der „SOKO“ überführten Skandal-Schlachthofs im bayerischen Fürstenfeldbruch – der in der Folge behördlicherseits geschlossen wurde – ist aktiver ÖDP-Politiker.

Vielleicht sollte die „ökologisch-demokratische“ Partei ihr Verhältnis zum Tierschutz fundamental neu überdenken – und sich von Mitgliedern distanzieren, die im Hauptberuf an der industriellen Ausbeutung und unethischen Behandlung von Tieren prächtig mitverdienen…

Von Daniel Matissek

Diesen Artikel gibt es für Sehgeschädigte auch als Podcast unter:
https://www.youtube.com/watch?v=2IB-X__orac

Quellen:

Soko Tierschutz:
https://www.facebook.com/162271687230474/posts/2507788076012145/

Report Mainz:
https://www.facebook.com/watch/?v=425632828432823

Schwäbische Zeitung:
https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/biberach_artikel,-amtstieraerzte-in-biberach-sollen-nun-entlastet-werden-_arid,11339060.html

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