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Verrat mit Ansage – Warum die FDP all ihre Wähler verlieren wird! 

 3. Dezember 2021

von  Niklas Lotz

Dass die FDP die Umfaller-Partei schlechthin ist, ist ein Klischee, was ihr schon lange anhaftet. Ähnlich wie „Partei der Reichen“ ist das ein bestimmtes Erscheinungsbild, an dem die Partei eigentlich arbeiten und sich davon distanzieren wollte. Während die Modernisierung der FDP im Auftritt durchaus gelungen ist, ist sie offensichtlich aber leider noch immer die Umfaller-Partei, die damals mit einem Ergebnis unter 5% aus dem Bundestag flog.

Ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 war die FDP in Umfragen unterhalb der 5%-Hürde, die Stimmung war düster und ein erneutes Ausscheiden aus dem Bundestag war nicht gerade unwahrscheinlich. Gerade in dieser Zeit, vermutlich mit dem Mut der Verzweiflung, begann die Partei die Corona-Politik der Bundesregierung scharf zu kritisieren und offen mehr Freiheit für die Bürger zu fordern. Es dauerte kaum ein paar Wochen und schon erholte sich die Partei in den Umfragen, nach einigen Monaten war sie plötzlich zur Überflieger-Partei geworden und als dann die Bundestagswahl kam, konnte man das phänomenale Ergebnis von 2017 sogar ausbauen.

Das Thema Corona und Freiheit hatte der Partei den größten möglichen Erfolg beschert, hatte die Partei wieder nach oben katapultiert. Somit wäre es also wirklich wahnwitzig, dieses Thema aufzugeben und sogar das komplette Gegenteil von Freiheit zu vertreten, richtig? Das hätte man meinen können, aber in der neuen Regierungs-Koalition mit Grünen und SPD hat die FDP einmal mehr verraten, was sie stark gemacht hat: Freiheitlich eingestellte Wähler.

Man mag es kaum glauben, aber plötzlich schließt die FDP eine allgemeine Impfpflicht nicht mehr aus. Ein zentrales Versprechen im Wahlkampf der FDP war es, sich gegen eine solche stark zu machen. Auch war die FDP für einen Freiheitstag, einen Tag, an dem alle Corona-Maßnahmen fallen würden. Auch dieser rückt nun in weite Ferne, stattdessen scheint es darauf hinauszulaufen, dass es Freiheit in Zukunft nur für geimpfte Menschen gibt. Dass doppelt Geimpfte ihre Freiheiten wieder verlieren, sobald sie sich keine Drittimpfung mehr holen, gilt als wahrscheinlich und auch dagegen hört man nichts mehr von der FDP.

Christian Lindner persönlich fordert nun sogar Kontaktbeschränkungen, man höre und staune. Eine Partei, die mit dem Versprechen angetreten ist die Freiheit für alle wiederherzustellen, möchte einem nun die Freiheit nehmen, mit wem man sich in seinem Privatleben treffen darf. Das kann man sich nicht ausdenken, aber genau sieht nun die Realität aus. Zwischen die FDP und den Corona-Kurs von Markus Söder passt nicht mehr wirklich viel, obwohl gerade die Abgrenzung von totalitären Corona-Restriktionen der Markenkern der FDP geworden war.

Was hier gerade passiert, ist offensichtlich: Grüne und SPD sind zu großen Teilen Corona-Hardliner, die FDP mit Linder wollte unbedingt das Finanzministerium und da sie es nun bekommt, ist man wohl bereit alles andere den beiden größeren Koalitionspartnern zu überlassen. Die FDP opfert ihr Versprechen der Freiheit und ihr inhaltliches Programm zugunsten einer Regierungsbeteiligung und den damit verbundenen attraktiven Posten. Zynisch könnte man Christian Lindner sogar unterstellen, er weiß sehr wohl was er tut und opfert bewusst seine Partei für vier Jahre als Bundesfinanzminister und die Erfüllung seines persönlichen Karriere-Traums.

Dass die FDP gerade zerrissen wird, kann keiner abstreiten. Die Überflieger-Umfragen mit Werten von 15% sind weg, man ist nun wieder bei 11% angekommen und die Tendenz ist sinkend. Auf den Facebook-Seiten von Linder oder der Bundespartei finden sich haufenweise Kommentare von enttäuschten Wählern, die entsetzt sind über die Kehrtwende der Partei in Sachen Corona. Der erste konkrete Wortbruch mit der Impfpflicht für Pflegekräfte wurde schon abgenickt, viele weitere sind schon in der Pipeline. Man merkt einfach deutlich, dass die FDP sehr wohl weiß, dass sie nun für vier Jahre gewählt ist und sich nicht mehr um das eigene Publikum bemühen muss.

Dass sich das rächen wird, muss man wohl keinem sagen. Macht die FDP weiter wie jetzt und bekommt nicht wieder radikal die Kurve, dürfte sie schneller erneut unter 5% sinken, als ihr lieb ist. Im Gegensatz zur AfD hat sie keine Stammwählerschaft, die sie sicher über 5% hält. Noch geben viele Enttäuschte in den Umfragen an, bei der Sonntagsfrage die FDP zu präferieren, vermutlich auch aus Mangel an Alternativen. Doch mit jedem Tag, an dem der Verrat in Sachen Corona-Politik und Freiheit andauert, wird ein großer Absturz der FDP wahrscheinlicher. Der Weg zur AfD, die konsequent die Aufhebung der Corona-Maßnahmen fordert, ist weniger weit als gedacht. Einen Verrat mit Ansage wird nicht einmal der überzeugteste freie Demokrat tolerieren, also sollte sich die Partei gut überlegen, ob sie die nächsten Monate wirklich zur freiheitsfeindlichen Lockdown-Partei werden will. Überleben wird sie das politisch nicht, das zeigen die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit. 

Von Niklas Lotz (neverforgetniki)

Diesen Artikel gibt es für Sehgeschädigte auch als Podcast unter:
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