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Von „Profxen“ und sonstigen *innen 

 29. August 2020

von  Raimund Thümmel

Vor einiger Zeit wurde bei Facebook ein Screenshot geteilt, der den Eintrag von Lann Hornscheidt auf der Website der Berliner Humboldt-Universität zeigt. Lann Hornscheidt hat dort einen Lehrstuhl für sogenannte Gender Studies und Sprachanalyse inne. Der geneigte Leser wird sich ob des doch ungewöhnlichen Vornamens nun fragen, wer oder was diese Person ist.

Nun, Lann Hornscheidt wurde als Antje Hornscheidt im Westfälischen geboren. Sie konnte sich aber nicht dazu durchringen, wessen Geschlechtes sie angehören will, und entschied sich für den Vornamen „Lann“ – ein Name, der nicht existiert. Der Screenshot in Facebook enthält ein Foto von Hornscheidt, außerdem ist ihm zu entnehmen, dass Hornscheidt darum bittet, in Mails nicht mit „Frau Hornscheidt“ oder „Herr Hornscheidt“ angeschrieben zu werden; auch Anreden wie „Liebe“
beziehungsweise „Lieber“ – also alles, was Hornscheidt einem bestimmten Geschlecht zuordnen würde –  sollen gefälligst vermieden werden. Stattdessen wünscht Hornscheidt sich, dass Mails an mit Anreden wie „Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt“ beginnen. Da fragt man sich dann schon, ob die liebe Frau Professor irgendwann einmal einen Gedanken daran verschwendet hat, wie zum Teufel ihre gewünschte Begrüßungsformel eigentlich ausgesprochen werden soll.

Da sie sich aber weder als Mann noch als Frau fühlt, befindet sie sich in direkter Konfrontation mit Konrad Duden: Es gibt nämlich in der deutschen Grammatik keine Form dafür. Zum Ausgleich schreibt „Lann Hornscheidt“ dann aber wirklich äußerst aufschlussreiche und interessante Arbeiten, die die wissenschaftliche Forschung in diesem Land bestimmt weiterbringen werden. Beispiele gefällig?

>„Die sprachliche Benennung von Personen aus konstruktivistischer Sicht.-  Genderspezifizierung und ihre diskursive Verhandlung im heutigen Schwedisch.“

>„Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität.“

>„Gender resignifiziert. Schwedische (Aus)Handlungen in und um Sprache.“

Mit solchen wahrlich fundamentalen Fragen also setzen sich „RepräsentantX*innen“ des deutschen Lehr- und Wissenschaftsbetriebes auf Kosten der Öffentlichkeit auseinander. Sinn, Zweck und Inhalt bleiben nebulös – doch „Profx Hornscheidt“ wird es den Studierenden in den Vorlesungen schon beibringen, was sie/es mit ihren Elaboraten den Menschen eigentlich mitteilen will.

Doch halt! Damit kommen wir schon zur der nächsten grammatikalischen Klippe, die nicht ohne weiteres umschifft werden kann. Vor „Gender“ (einem Begriff, der Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie, z. B. im Hinblick auf seine Selbstwahrnehmung, sein Selbstwertgefühl oder sein Rollenverhalten definieren will, nicht jedoch sein tatsächliches
biologisches Geschlecht, weil es dieser irren Theorie zufolge ja als 70 Geschlechter geben soll!) gab es noch den guten alten Studenten. Dieses Wort ist nur dem Genus, nicht dem Sexus nach männlich und somit nicht geschlechtsspezifisch besetzt; auch eine Frau konnte deshalb durchaus als „Student“ bezeichnet werden.

Dann kam die Neuschöpfung „Studierender“; scheinbar geschlechtsneutral, aber grammatikalisch eigentlich irreführen. Denn ein Student war nicht nur Student, solange er (oder sie) in die Universität zum studieren ging, er blieb es auch, wenn er in der nächsten Kneipe ein Bier trank. Sowohl in der Universität als auch in der Kneipe – er war für die Dauer seines Studiums „Student“. Der „Studierende“ hingegen studiert unablässig, egal ob er gerade in der Universität, in der
Kneipe oder sonstwo ist. Nichts anderes besagt diese Form. Dass hier ein Widerspruch in sich vorliegt, ist der Gender-Sprachpolizei anscheinend noch nicht aufgefallen.

Eine nicht minder abwegige Verwendung des Partizip Präsens beschreit der ebenfalls neugeschaffenen Begriff des „Erlebenden“: Dieses Substantiv schlug die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal ernsthaft gemeinsam mit der Studentin Marie Albrecht für die Opfer von Vergewaltigungen vor – weil es verkehrt sei, im Hinblick auf Vergewaltigungen von „Opfern“ zu sprechen, da so eine „Stigmatisierung“ vorgenommen werde. Die angemessene, weil wertneutrale Bezeichnung für Menschen, denen insbesondere sexuelle Gewalt widerfahren sei, lautet daher „Erlebende“. So müsse es deswegen auch im Duden stehen. Ist dieser Vorschlag nicht schon wahnsinnig genug, so wird er dadurch noch auf die Spitze getrieben, dass er ausgerechnet von zwei Frauen stammt.

Dass sich Sprache ändert und kontinuierlich erneuert, ist eine Tatsache und war zu allen Zeiten der Fall. Altmodische Wörter verschwinden und werden durch andere ersetzt. Dies mag oft bedauerlich sein, doch daran lässt sich leider nichts ändern. Dann aber kam die „*innen-Seuche“ über die geplagten Deutschen. Mit allen Mitteln wird seitdem versucht, das generische Maskulinum zu im Sprachgebrauch vermeiden. So wurden aus nicht geschlechtsspezifisch besetzten Substantiven  wie besagtem Student, ebenso wie Soldat, Polizist oder Bürger, die besagten Neufassungen mit dem Anhang „*innen“. Dass dies mit grammatikalisch korrektem Deutsch nichts mehr zu tun hat – geschenkt! Jeder Politiker duckt sich devot unter der politisch korrekten Fuchtel der Gender-Soldateska.

Weitaus schlimmer als die Verschandelung unserer Muttersprache jedoch ist die Gefahr für unsere Kinder, vom Gender-Wahn und der damit verbundenen Frühsexualisierung geradezu vergewaltigt
zu werden. So soll etwa die sexuelle Libido der Kinder durch „Doktorspiele“ gefördert werden. Inzwischen gibt es sogar Schulbücher für Sexualerziehung, die bei bestimmten Aufgaben religiöse Gegenstände wie Bibel und Kruzifix mit Dildos und Handschellen verbinden. Dieser Mix von Religion und Sex ist, laut „Experten“, ein ganz bewusster Teilansatz der „Gender-Ideologie“.

Woher kommt nun aber dieser infernalische Eifer der Gender-Protagonisten, der an die schlimmsten Auswüchse der spanischen Inquisition erinnert?

Das ursprüngliche treibende Motiv derjenigen, die sich diesen Irrsinn einfallen ließen, war die Auflösung der Familie. Die Familie ist in jeder Gesellschaft der Nukleus, der eigentliche Kern jeder Gesellschaftsordnung. Diesen Kern zu verwässern und aufzulösen war und ist das Ziel. Ist erst einmal das soziologische Konzept der Kernfamilie aufgelöst und sie zu einer Beliebigkeit degradiert, lassen sich die Individuen, die nicht mehr den Rückhalt ihrer Familie haben, leichter staatlich lenken und manipulieren. Schon in der DDR, die zwar vom Gender-Wahn weit entfernt war, betrieb man gezielt diese Auflösung der Familien, indem man beide Elternteile arbeiten ließ und die Kinder schon ab dem Säuglingsalter in die Kindertagesstätten – eben die die heute so geläufigen „Kitas“ brachte, wo sie unter staatlicher Obhut standen. So konnten schon die Kleinsten ideologisch erzogen und gelenkt werden. Insofern existiert durchaus eine beträchtliche Schnittmenge zwischen Genderisierung und Kommunismus bzw. Sozialismus.

Man könnte auch sagen, dass die Gender-Politik der Einführung des Sozialismus durch die Hintertüre entspricht. Und ebendiesem Ziel sind die Protagonisten dieses Wahns schon recht nahe gekommen. Als akademisches „Abfallprodukt“ dieser Entwicklung wurden im Laufe der Jahre (und werden nach wie vor) an deutschen Universitäten immer mehr Lehrstühle für Geschlechterforschung eingerichtet, die mit mittlerweile mehr als 200 Millionen Euro jährlich vom Staat subventioniert werden. In Deutschland existieren derzeit – bei zunehmender Tendenz – 31 Universitäten und Hochschulen, die Studiengänge für Gender-Wissenschaften anbieten, sowie ganze 217 Professuren hierfür.

Ich sehe keine Perspektive, wie dieser diabolischen Entwicklung des Gender-Wahns, dessen gesellschaftszersetzende Auswirkungen von den meisten Menschen massiv unterschätzt werden, noch Einhalt geboten werden könnte. Der einzige Ausweg könnte darin bestehen, dass sich jeder schon im kleinsten Kreis gegen diesen Irrsinn zur Wehr setzt dagegen aufbegehrt, wo immer möglich. Dies wäre zumindest ein Anfang.

von Raimund Thümmel

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