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Wer stoppt Söder? 

 15. Oktober 2020

von  Daniel Matissek

Es scheint, als würde der bayerische Ministerpräsident Markus Söder dieselbe „ökologische Nische“ im Corona-Biotop Deutschland übernehmen, in der sich während des Sommers (das heißt, in den vergleichsweise entspannten Monaten nach Beendigung des Lockdowns Anfang Mai) SPD-Panikpriester Karl Lauterbach breitgemacht hatte: Die Rolle des obersten Alarmisten, Fürchtemachers und unerbittlichen Dauermahners nämlich, der gänzlich losgelöst vom eigentlichen Infektionsgeschehen und jeglicher realistischen Risikobewertung die Verunsicherung und Einschüchterung der Bevölkerung im Namen eines verlogenen „Lebensschutzes“ auf die Spitze treibt. Die Rolle ist dem CSU-Chef derart zu Kopf gestiegen, dass inzwischen kein Tag mehr vergeht, an dem er nicht sein Mantra der Wachsamkeit intoniert: Mund- und Nasenbedeckung, mehr Vorsicht, mehr Tests, folglich auch mehr Risikogebiete, mehr lokale Shutdowns und mehr Quarantäne. Es kann gar nicht mehr hysterisch genug sein.

Während tatsächlich immer weniger Menschen „an und mit“ Covid sterben – die Mortalität hat sich in den letzten sieben Tagen, relativ zur Fallquote der akut von Corona Betroffenen, laut RKI wieder abgeschwächt – dreht Markus Söder immer mehr durch; es scheint, als habe der bayerische Ministerpräsident jede Bodenhaftung und kritische Selbstreflexion eingebüßt.

Tatsächlich ist seine Selbstinszenierung als der große Saubermann dieser „Pandemie“ schon deshalb absurd, weil ausgerechnet Bayern im Bundesvergleich an der unangefochtenen Spitze der Länder mit den meisten Neuinfektionen steht. Nach den eigenen Maßstäben Söders und Merkels kann er damit getrost als größter politischer Versager im Land bezeichnet werden, demonstriert er in seinem eigenen Verantwortungsbereich doch eindrucksvoll die ganz offenkundige Wirkungslosigkeit der Hardliner-Politik, für die er einsteht.

Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, wenn Söder eine bundeseinheitliche Vorgehensweise bei der Umsetzung seiner freiheitsentziehenden, das öffentliche Leben einschränkenden Restriktionen fordert und wünscht, dass im ganzen Bundesgebiet die Zumutungen gelten mögen, mit denen er sein eigenes Volk „beglückt“. Sein Leib- und Magenthema „Bußgeld für Maskenverweigerer“ soll überall in Deutschland, nicht bloß in Bayern, auf 250 Euro vereinheitlicht werden – und das, wo ausgerechnet die Bundesländer, die für „Maskenverstöße“ bisher (noch) überhaupt keine Bußgelder obligatorisch verhängt haben, etwa Sachsen-Anhalt, die geringste Inzidenz neuer Fälle vorweisen.

Söder hatte auch bei den Beherbungsverboten vergangene Woche als erster für Chaos gesorgt, als er alle Bürger aus den (nach willkürlichen Grenzwerten ausgerufenen, überall auf der Landkarte aufpoppenden) „Risikogebieten“ sogleich übereifrig mit entsprechenden Aufenthalts- und Übernachtungsbeschränkungen in Bayern belegte, und anschließend nach bundesweiter „Gleichbehandlung“ plärrte – freilich in dem Sinne, dass die Verbote überall gelten sollen und damit Tourismus und Gastronomie endlich flächendeckend zugrundekujoniert werden. Was die bayerische Staatsregierung hierbei propagiert, ist nicht weniger als die Abkehr vom Konzept der Föderalisierung des Corona-Managements, vom Modell der flexiblen, intelligenten Öffnungen von Mai, das während der Entspannungsphase im Sommer dann zum Modell regionaler Maßnahmen bei etwaigen Ausbrüchen oder Fallzunahmen weiterentwickelt wurde.

Söder waren die Lockerungen immer schon ein Dorn im Auge; dass Lockdowns und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens nur dort greifen sollten, wo die lokalen Fallzahlen über bestimmte Grenzwerte anstiegen, hatte ihm schon im Frühsommer nicht geschmeckt. Er war es, der damals alles dafür tat, die willkürlich gezogenen Schwellenwerte des „Corona-Ampelsystems“ möglichst niedrig anzusetzen – und wäre es nach ihm gegangen, hätten es statt 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gerne auch bloß 35 oder sogar 30 sein dürfen, ab denen bereits wieder alles dichtgemacht wird. Als sich dann die Virusverbreitung nach dem Lockdown – zur unwohligen Verdutztheit der Katastrophenpolitiker – immer weiter verlangsamte und Corona zeitweise fast gänzlich zum Erliegen kam, war Söder ganz vorne mit dabei, durch geänderte Teststrategien und politischen Aktionismus der Statistik auf die Sprünge zu helfen: Zuerst nutzte er den „Tönnies-Ausbruch“ als Vorwand, auch die bayerischen fleischverarbeitenden- und Landwirtschaftsbetriebe massenweisen Tests zu unterziehen – in der Erwartung, auch dort Superspreader-Events zu detektieren. Dummerweise gelang es den Bütteln seiner Gesundheitsbehörden allerdings nirgends, ein dem in den Kreisen Gütersloh und Warendorf vergleichbares Cluster aufzuspüren, das die regionale „Ampel“ hätte Rot springen lassen und ihm so lokale Lockdowns ermöglicht hätte.

Also sah er sich nach vielversprechenderen, potentiellen Zielgruppen um – fand sie in den Reiserückkehrern der gerade angelaufenen Sommerferien. Wie von allen guten Geistern verlassen stürzten sich vor fortan allem in Bayern die Testkommandos auf Urlauber und betrieben manische Massentests, um den politisch ersehnten Beweis für die dauerprophezeite „zweite Welle“ zu finden. (Dabei kam es übrigens zu blamablen Pannen: Alleine in einem Fall wurden rund 900 positiv Getestete am Münchner Flughafen nicht über ihr Resultat informiert und achtlos in den Alltag entlassen  – bezeichnenderweise ohne dass es anschließend zu irgendwelchen Massenausbrüchen kam.) Aber selbst die Schikanierung und Kriminalisierung von „verantwortungslosen“ Urlaubern, ihre Beargwöhnung als „Risikogruppe“ vermochte Söder nicht die Bestätigung seines pathologischen Dauer-Geunkes zu liefern.

Die Erlösung brachten erst ab Ende August die stetig ausgeweiteten, massenhaften Tests: Wie gewünscht führten diese zu einem – relativ gar nicht bis kaum, wohl aber erwartungsgemäß absoluten – Anstieg der Fallzahlen, der dann endlich als Startschuss für die „zweite Welle“ herhalten konnte. Seitdem ist Söder nicht mehr zu bremsen. Und jetzt, da die beliebig und ohne wissenschaftlich-objektive Basis begründeten Grenzwerte reihenweise von einer Großstadt nach der anderen „gerissen“ werden (wie die Sensationsmedien dies täglich im ähnlichen Stil vermelden wie  einst die Wochenschau die Eroberungsmarken der Ostfront): Da fordert ausgerechnet der bisher so auf freistaatliche Eigenständigkeit und Landesautonomie bedachte Ministerpräsident die faktische Gleichschaltung des Corona-Krisenmanagements unter der harten Raute des Kanzleramts – und will nun alle Deutsche einheitlich unters Joch pressen; zu seinen eigenen Bedingungen, versteht sich.

Konkret heißt das: „Mehr Maske“ (diesen Satz bringt Söder nicht nur auf Facebook permanent geradezu obsessiv irgendwo unter), vor allem mehr Maske natürlich fortan auch im öffentlichen Raum und unter freiem Himmel; mehr Sperrstunden; weniger Partys; weniger Versammlungen. Und, bedarfsweise: drohende Schul- und Geschäftsschließungen. Auf das Phänomen, dass es fast überall und so gut wie immer migrantische Parallelmilieus sind, die bei konkreter Betrachtung für die zu den lokalen Grenzwertüberschreitungen führenden Einzelereignisse verantwortlich sind (denn welche „Biodeutschen“ bitte feiern in diesen Zeiten „Familienfeiern“ oder Hochzeiten mit 500 bis 1000 Personen?), geht die Politik dabei interessanterweise nie ein: Der brave deutsche Michel hält Abstand, trägt artig seinen Gesichtslappen, verfällt pflichtschuldig in Panik, wenn jemand fünf Meter entfernt niest, verpetzt „Verweigerer“ und „Ignoranten“ beim nächsten Ordnungsamt – und badet dann anschließend, weltoffen-tolerant wie er ist, gerne willfährig die Konsequenzen aus, die ihm jene eingebrockt haben, die sich – quasi als ihr ureigenes kulturelles Privileg – um „alman“-Regeln einen maskenfeuchten Kehricht scheren. Und wer diese unbequemen Zusammenhänge beim Namen nennt, der ist ein Rassist.

Eines ist bei Söders nur noch verhaltensauffällig zu nennenden Hardliner-Kurs allerdings nachgerade pervers:  Dass er neuerdings ganz unverhohlen für den Fall, dass seine Gängelungsvisionen nicht Wirklichkeit werden, ständig mit einem „zweiten Lockdown“ droht. Ihm genügt die bereits angelaufene Ausrufung punktueller Lockdowns in den „Risikogebieten“ noch nicht: Es muss die Neuauflage der wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe sein, die Deutschland von März bis Mai zelebrierte und die ein Vielfaches an Toten dessen gefordert hat, was an etwaigen Covid-Patienten „gerettet“ wurde.

Anscheinend hinterfragt kein deutsches Leitmedium mehr, wie derartige Drohungen Söders mit der Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von Anfang September zusammengehen: Der hatte damals erklärt, „mit dem Wissen von heute“ sei der damalige Lockdown überhaupt nicht nötig gewesen. Wer also lügt hier – Spahn oder Söder? Wieso sollte ein zweiter Lockdown drohen, wenn schon der erste nicht nötig war?

Eine „Entkopplung“ hat ganz offenkundig nicht bloß stattgefunden zwischen den uns ständig unkorrekt als „Neuinfizierten“ präsentierten positiv Getesteten (von denen die meisten symptomfrei und kerngesund sind) und den wirklich hospitalisierten Covid-Krankheitsfällen. Eine Entkoppelung fand ebenfalls statt zwischen gesundem Menschenverstand und dem geistigen Innenleben selbsternannter Corona-Krisenmanager wie Markus Söder. Letzterer wird sich irgendwann, früher oder später, für seine Verirrungen in dieser Krise, für seine Dramatisierung und die gnadenlose politische Ausschlachtung einer Pandemie, die nie mehr als eine etwas stärkere Influenzawelle war, verantworten müssen. Das ist in diesen Tagen der Ohnmacht tatsächlich der einzige Ausblick, der zuversichtlich stimmt.

Klartext
von Daniel Matissek

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  • Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Genau in diese Richtung wandern meine Gedanken in den letzten Tagen. Der Herr Söder ist so berauscht von seiner Macht, dass er bald keine Grenzen mehr kennt. Man könnte meinen, der neue Bundeskanzler ist schon im Amt.
    Hoffentlich wird der letzte Wunsch in diesem Artikel eher früher als später Wirklichkeit.

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