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Zwischen Doppelmoral und Pauschalisierungswahn – Fällt das Bürgerliche zurück ins Biedermeier? 

 13. Juni 2020

von  Buergermeinungen

Biedermeier – wer hier an die Einrichtung mit dekorativer Einfachheit denkt, der liegt epochal gar nicht so verkehrt. Aber mir geht es in meiner heutigen Kritik in erster Linie nicht um höfisch anmutende Echtholzmöbel, geblümte Zierkissen und aufwendig geschnitzte Sekretäre, sondern um ein Phänomen, welches bereits in der Zeit zwischen 1815 und 1848 zu beobachten war.
Nein, es geht mir um den Rückzug des Bürgerlichen in die eigenen vier Wände. Die Sicherheit des Heimes und dessen inneres Glück stehen im Vordergrund – politisches Zeitgeschehen wird maximal im engsten Kreise diskutiert.

Auch heute findet man gewisse Parallelen dieses Verhaltens in der bürgerlichen Gesellschaft wieder. Hat aber dieser Rückzug der Konservativen den gleichen Ursprung, die gleichen Ursachen, wie vor über 200 Jahren.

Was waren die damaligen Ursachen? Kurzgesagt war es das Bestreben der Neuordnung Europas. Nach den Niederlagen Napoleons in der Schlacht bei Waterloo und der Völkerschlacht bei Leipzig, wollten die Großmächte Europas – Österreich, Russland und Preußen – schnellstens die Beschlüsse des Wiener Kongresses umsetzen und eine „Heilige Allianz“ schmieden, um Europa in einen neuen Ist-Zustand zu versetzen.

Auch aktuell findet durch die Europäische Union ein massives Umgestalten des aktuellen Europas statt. Meiner Ansicht nach zum Leitwesen jedes einzelnen Mitgliedsstaates, denn Nationalität scheint für die werten Herren aus Brüssel ein „alter Hut“ zu sein. Ein Relikt aus Zeiten, in denen sich, wie zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Europa in einer schweren Krise befand. Konservative Kräfte haben, in dem modernen Europa aus der Phantasiewelt Brüssels, keinen Platz mehr. Denn Konservativ bedeutet für diese Leute etwas Rückständiges, etwas Altes und etwas, was unbedingt erneuert oder abgeschafft werden muss. Dass die Konservativen keineswegs rückständig denken, sieht man aktuell hervorragend in der Parteiarbeit von CSU und den Freien Wählern in Bayern. Der aktuelle Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gilt für mich als „heimlicher Held“ der Coronakrise. Durch schnelle Umstrukturierungsmaßnahmen der Textilbetriebe hier, schaffte er es der Branche, Aufträge für Schutzausrüstung zu bescheren und dadurch die drohende Kurzarbeit für viele Angestellte, Einhalt zu gebieten. Auch die neueren Investitionen in Energiegewinnung durch Wasserstoff sind seine Verdienste. Ihr seht selber, Konservativ sein, heißt nicht immer rückständig sein.

Ist es also das ständige Bestreben Brüssels der Neuordnung Europas, was die Bürger in Deutschland umtreibt und sie veranlasst, sich in ihr Heim zurück zu ziehen und am politischen Geschehen nicht mehr mitwirken zu wollen?
Meiner Meinung nach hat dies eine gewisse Mitschuld an der aktuellen Politikverdrossenheit, aber vor allem sind es eine wachsende Doppelmoral gepaart mit einer Welle der Pauschalisierung, die in Deutschland um sich greifen, und den alltäglichen Diskurs untereinander nahezu unmöglich machen.

Ein Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich meine:
Jedem von uns sind die sogenannten „Hygienedemonstrationen“ ein Begriff, die in ganze Deutschland aktuell von sich reden machen. Bürger aller Couleurs treffen sich auf Plätzen, um gegen die Coronaverordnungen zu demonstrieren, denn nicht wenige sehen mittlerweile, dass diese massiven Einschnitte in das Grundgesetz, in kaum einem Verhältnis zur aktuellen pandemischen Lage Deutschlands stehen.
Was tun diese Bürger dort eigentlich Schlimmes, außer für das Grundgesetz einzustehen?
Für das Fundament unseres Zusammenlebens in Deutschland zu kämpfen, aber in den großen Tageszeitungen werden diese Demonstrationen vollkommen zerrissen!
Von Verschwörungstheoretikern ist die Rede. Von Impfgegnern, Aluhüten, Rechten bis hin zu einem ausgewachsenen Shitstorm, dass diese Demonstrationen von Nazis unterwandert werden und jeder, der dort mitgeht automatisch ebenfalls ein Rechtsextremist sein muss, denn die Leute würden sich freilich nicht abgrenzen.

Würde ich der Denkweise der Medien folgen, dann dürften die Bürger gar keine Demos mehr abhalten, denn überall könnte ein Mann oder eine Frau den rechten Arm heben und somit die ganze Veranstaltung in Verruf bringen. Aber so lautet das Credo der meisten Tageszeitungen heutzutage: „Grenzt euch mit allen Mitteln ab, oder ihr gehört eben dazu!“ Ein Paradebeispiel für die pauschale Verurteilung einer ganzen Masse, wenn diese nur für die „falschen Dinge“ in diesem Land demonstrieren.

Wie sieht es aber auf der anderen Seite aus. Jüngste Vorfälle im „weltoffenen, ewig toleranten Berlin“.
Eine Gummibootparty mit mehr als 2.000 Teilnehmern sorgte für Schlagzeilen, als dort massenweise gegen Auflagen verstoßen wurde.
Wo blieb dort der Aufschrei? Wo die gebetsmühlenartigen Vorwürfe unserer lieben Regierungsparteien samt erhobenem Zeigefinger und gekeiften Warnungen, dass man sich von dieser Art der Meinungsäußerung fern halten sollte?
Bis auf ein kleines Du-Du unseres Gesundheits-Bank-Kaufmanns Jens – wir haben alles Griff- Spahn hörte man nichts!

Was allerdings keinerlei Vergleich ist zu den Demonstrationen, die aktuell im Namen des sogenannten „Antifaschismus“ stattfinden. Schlimm genug, dass ein dunkelhäutiger Mann durch einen Polizisten sein Leben verlor – die Rede ist von George Floyd, was aber unsere sogenannten Antifaschisten dort machen, entbehrt jedwedem Verständnis.
Der gute Deutsche muss eben nur für die richtigen Gründe auf die Straße gehen und schon muss man keinerlei Repressalien mehr durch die Polizei befürchten. Bestes Beispiel war natürlich wieder Berlin, wo es bei einer Demonstration für den Schwarzamerikaner George Floyd zu massiven Übergriffen auf Polizisten kam, Demonstrationsauflagen massenhaft missachtet wurden und es zu Sachbeschädigungen an Autos und Häusern kam. Wasser auf die Mühlen dieser Extremisten kam dann auch noch von unserer wundervollen SPD-Vorsitzenden, Saskia Esken, die der Polizei in Deutschland ein generelles und latentes Rassismusproblem attestierte. Von unserem SPD Co-Vorsitzenden Walter-Borjans hat man diesbezüglich noch nichts gelesen, aber auch dort kann es nicht mehr lange dauern bis die SPD-Spitze versucht, die 5%-Limbostange zu unterbieten.

Man sehe und staune: Geht man in Deutschland für die eigenen Rechte auf die Straße, wird man von Politik und allen voran den Medien, durch den Schmutz gezogen, diffamiert, beleidigt und von der Exekutiven der neumodernen Toleranzfront, genannt ANTIFA, bedroht und angegangen. Geht man allerdings im Namen des Antifaschismus gegen eine vermeintlich willkürlich herrschende  Polizeigewalt in Deutschland auf die Straße und verübt dabei massenweise Ordnungswidrigkeiten bis hin zu ausgewachsenen Straftaten, dann ist dies von der Politik und den Medien natürlich der Olymp des Rechtsstaates, wie sie ihn sich nur in ihren feuchtesten DDR-Träumen erhofft haben.

Zusammenfassend kann ich für mich behaupten, dass der Rückzug des Bürgerlichen eine Reaktion auf das aktuelle Gebaren von Politik und Medien ist. Dem Bürger, als solcher, wird in Abrede gestellt für seine eigenen Freiheiten, Werte und Rechte auf die Straße gehen zu dürfen. Andersrum ist die ausufernde Gewalt im Namen einer moralischen Hybris in Deutschland anscheinend vollkommen legitim, wenn nicht sogar erwünscht.
Der „normale Bürger“ fühlt sich von seinen eigenen Volksvertretern ans Messer geliefert und als Marionette missbraucht, zieht sich zurück und frönt dem heimeligen Glück im Kreise seiner Familie zwischen Spitzengardinen und geblümten Zierkissen.

ABER LIEBE LESER – SO WIRD SICH IN DIESEM UNSEREN DEUTSCHLAND LEIDER NICHTS MEHR ZUM GUTEN FÜR UNS WENDEN!

Candy N.


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